Montag, 25. Februar 2008

ez: Zeit und Wolken

Zeit und Wolken
eCKERNFÖRDE

Das kulturelle Leben Eckernfördes wird deutlich belebt durch die Reihe „Neue Musik“, die ihre aktuelle Saison mit einem Konzert am Sonntag einspielte. Zeit als zentraler Begriff steht über den fünf Konzerten die dieses Jahr zeitgenössische Werke dem Publikum näher bringen will. Die verschiedenen Kapitel des als Zusammenklang konzipierten Jahreswerks tragen eigene markante Überschriften. „Über Wolken“ hieß das erste Konzert, das hauptsächlich Werke des Eckernförder Komponisten Gerald Eckert präsentierte. Angereichert wurde das Programm mit einem Stück von Morton Feldmann (1926-1987)„Durations IV“ von 1980 und den von Eckert als Streichtrio umgesetzten Klavierwerken des französischen Komponisten Erik Satie (1888-1925) „Ogives“. Zu den in diesem Rahmen ungewohnten Wohlfühlklängen kontrastierte noch eine sehr zeitnahe Komposition des Engländers James Saunders. Die mit dem Tagesdatum versehen Komposition besteht aus Modulen die für jede Aufführung zusammengestellt werden – so das dieses Werk niemals gleich klingend zu Aufführung gelangen kann.
Wie Wolken selten in Vereinzelungen auftreten, wurde auch in der musikalischen Umsetzung des Themas viele musikalische Meisterinterpreten präsentiert. Außer der Stammbesetzung mit Beatrix Wagner (Flöten), Gerald Eckert (Cello) und den bei diesen Konzerten oft präsenten Musikerinnen Eva Ignatjeva (Harfe) und Eva Zöllner (Akkordeon) kamen noch drei Streicher: Lenka Zupkova (Violine), Kiristin Maria Pinetka (Bratsche) und der Bassist Kristján Sigurleifsson. Ergänzt wurde das Ensemble Reflexion K noch durch die Sopranistin Sarah Maria Sun und den Schlagzeuger des Guilllaume Chastel. Wie gewohnt sind alle Musiker dieser Konzertreihe hervorragende und erfahrene Solisten, die jedes Musikstück zum Erlebnis gestalten können. Drei Werke des Konzerts kamen schon in der Nicolaikirche zum tönen: „Schächte – les nuages d´automne“ (2002 und „vom Innen – Körnung“ (2003) wurden diesmal in leicht anderer Besetzung aufgeführt. "wie Wolken um die Zeiten legt" (1996/ 97) wurde 2007 bereits aufgeführt. Wirklich neu, wenn auch keine Uraufführung, war Gerald Eckerts in Zeitraum zwischen 2004 und 2008 entwickelte „Studie Nelly Sachs“, die acht der neun Musiker vereinte. Nicht nur der doch ungewohnt orchestrale Rahmen, der noch durch den Komponisten als Dirigenten ergänzt wurde, auch die dem „musikalischen Klang“ der Dichterin Nelly Sachs sehr angemessene Tonsprache faszinierten. Das Werk das auch für die momentan eingespielte neue CD von Gerald Eckert vorgesehen ist stimmt auch den Komponisten sehr zufrieden: „Ich bin ziemlich glücklich mit dieser Komposition“ gesteht er. Wie bei ihm üblich, arbeitet auch diese Studie stark mit dem Raumklang und feinen bis gewaltigen Dynamikübergängen. Eckert vermag es wie kaum ein anderer Komponist den Raum und die scheinbarere Stille zum Teil des Klangerlebnisses aufzubauen. Seine Musik arbeitet mit bewusst mit atmenden Pausen. So fordert er das Publikum zum intensiven Hören auf. Vielleicht erntete das Werk deshalb soviel Applaus, da jeder Teilhabende seine ganze Konzentration dazu geben musste?
Das nächste Konzert findet am 24.5. abends in der St-Nicolai-Kirche statt.
(Markus Feuerstack)





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Samstag, 23. Februar 2008

Musik in aller Stille [HDR]



Musik in aller Stille [HDR]



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Stadtwerke Eckernförde in HDR






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Dienstag, 19. Februar 2008

art in aubrook






art in aubrook


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Samstag, 9. Februar 2008

Menschen Fasching Aleu 2008






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Freitag, 8. Februar 2008

EZ: Bunte Logbücher auf dem Wasser präsentiert

Bunte Logbücher auf dem Wasser präsentiert
Eckernförde

Logbücher sind eine Tradition in der christlichen Seefahrt. Getreulich werden die Daten der Reisen vermerkt und besondere Vorkommnisse festgehalten. Auf dem beliebten Eckernförder Ausflugsschiff „Seebad Borby“ konnten am Wochenende besondere Logbücher erlebt werden. In Zusammenarbeit mit dem Kapitän Heinz Paasch und dem Galeristen Falko Windhaus zeigte Gerhard Schmidt seine aquarellierten Reisebeschreibungen aus den neuen Bundesländern. Da es eine Sturmfahrt wurde, sind auch reichlich Bilder von verlängerten Landaufenthalten eingeflossen.
Gerhard Schmidt ist Segler aus Leidenschaft. Seine Segelabenteuer hält er in Logbüchern fest, wie es sich für einen Skipper gehört. Allerdings, die Logbücher des 1940 geborenen 17fachen Großvaters sind auch wunderbare Bilderbücher. Denn Gerhard Schmidt hält seine Eindrücke und Erlebnisse in zarten Aquarellen fest, die er an Board malt. Bis zu Windstärke acht lässt er sich den Pinsel nicht aus der Hand wehen und skizziert Leuchttürme, Schiffe und Häfen mit seinen feinen Strichen. Als Mitglied des Segelclubs Eckernförde, dem er bereits seit 40 Jahren angehört reichte er seine bunten Bücher ab 1980 ein. Anfänglich erntete er eher kritische Blicke, aber ab 1987 wurde er für seine originelle und sehenswerten Logbücher geehrt. Angefangen hatte es damit, dass seine Mutter etwas sauer war, wenn die Familie wegsegelte. Mit den besonderen Reiseberichten wurde die alte Dame schnell versöhnt und es stellte sich bei ihr eine kleine Sucht nach weiteren Abenteuerbeschreibungen ein.
Zu der Präsentation des Logbuches der letztjährigen sechswöchigen Reise auf der Seebad Borby spielte die Stoker Jazzband jazzig auf. „Fietje“ Schinkel erzählte mit schwungvollen Worten von einem Buchprojekt das er zusammen mit G. Schmidt realisieren wird. Eine erzählte Reisebeschreibung von Carl Friedrich Schinkel mit Bildern von „Schmidtie“ wie der beliebte malende Skipper allgemein genannt wird, soll demnächst als Buch erscheinen. Ein erstes Leseexemplar erntete bei dem vielen Besuchern der Ausstellungseröffnung nachhaltiges Interesse.
Die Ausstellung „See(h)stücke“ wird auch nach dem Wochenende präsentiert werden. Dann allerdings in der Treppenhausgalerie Mohr. Galerist Falko Windhaus läutet damit gleichzeitig seinen Abschied von diesem Kunstort ein. Zukünftig wird er anstatt der Treppenhausgalerie die „Galerie 66“ auf dem Baltic See International Campus (BSIC) betreuen. „Eine letzte Ausstellung plane ich noch in der Kieler Straße 16“. verrät Falko. Zum Abschied möchte er nochmals den jungen Eckernförder Künstler Marc Burkart mit neueren Werken zeigen. Vorerst sind die „See(h)stücke“ von G. Schmidt zu den üblichen Öffnungszeiten in der Treppenhausgalerie im Modehaus Mohr in der Kieler Straße 16 zu besichtigen. (fst)





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Sonntag, 3. Februar 2008

EZ: Lokal Star in übervoller Werft

Lokal Star in übervoller Werft

Hafenmusiker begeisterte mit großem Gastspiel
Eckernförde 3.2.2008

Das die Eckernförder Hafenmusic gekonnte Glanzlichter zu setzen vermag hat sie in ihrer langen Geschichte schon vielfach bewiesen. Dass aber auch einheimische Stars die Siegfriedwerft bis auf den allerletzten Stehplatz zu füllen vermögen, konnte Kay Kankowski und seine rundum musikalische Band am Freitag eindrucksvoll beweisen. Bisher trat Kay Kankowski eher zurückhaltend als gekonnter Organisator bei der Hafenmusic und bei den Muckemachern und als geduldiger Gitarrenlehrer in Erscheinung. Offensichtlicher seine Arbeit als Musikalienhändler, und Stimmführer in vielen Bands. Mit der Band „Tosse“ gelang es Kankowski bereits Preise einheimsen, aber auch bei den Formationen „Die Gutmenschen“ (deutscher Folk), „Aver Liekers“ (eigene Musik zu Hein Hoop Texten), „Hans Dans“ (deutscher Folk“ und unzähligen anderen Bands und Musikprojekten erarbeitete er sich eine stetig steigende Beliebtheit. Während Kankowskis Band „Streetlife“ einfach nur gute und tanzbare Unterhaltung für jegliche Festivität produziert, zeigte der Allrounder mit „Kay Kankowski und Band“ eine geniale Zusammenschau. Unter dem Titel „Lieblingslieder“ brachte der Gittarist mit der markanten aber sehr wandlungsfähigen Stimme das Publikum zum kochen. Hauptsächlich Titel in deutscher Sprache, mit deutlichen skandinavischen Ergänzungen begeisterten das nicht nur einheimische Publikum. Fans des Musikers waren schon stundenlang vorher angereist um einen der begehrten Tische zu ergattern. Sogar aus Mecklenburg-Vorpommern waren die Besucher in die Ostseestadt gekommen.
Das ein besonderer und Szenererfahrener Musikmensch wie Kay Kankowski für seine Band erlesene Mitspieler präsentieren kann, dürfte selbstverständlich sein. So begleiteten und ergänzten ihn seine alten und bewährten Bandgefährten und Freunde Eric Siemens (Percussion und Gesang) und Michael Biermann (Gitarre und Gesang) selbstverständlich auch hier. Dem Publikum bereits vertraut sind auch der besonders in gehobenen Jazzformationen heimische Bassist Harry Kretzschmar, der seinem Kontrabass lebendige und immer wieder erstaunliche Töne entlocken vermochte und Achim Prigge, ein einfühlsamer Folkmusiker der mit dem Akkordeon und Flöten ungemein stimmungsvolle Begeleitung und Solis in den Raum zu zaubern vermag. In Eckernförde noch wenig bekannt sein dürfte der quicklebendige Schlagzeuger Markus Zell. Der Kieler ist bereits mit vielen Bands aufgetreten und arbeitet als Schlagzeuglehrer.
Erstaunlich ist es das es gelang die ca. 140 Zuhörer mit weitgehend deutschen Liedern und ausgesprochen gehaltvollen Texte zu begeistern. Musikalische Interpretationen von internationalen Musikstücken von Pat Metheny und Bob Dylon standen Lieder von Rio Reiser, Manfred Maurenbrecher, Achim Prigge und Udo Lindenberg zur Seite. Aber einen wohlverdienten Schwerpunkt bildeten die Kompositionen und Texte von Kay Kankowski deren unterhaltsame Nachdenklichkeit in überaus ansprechende Melodien verpackt sind. Das zahlreiche Publikum das sich aus allen Alterschichten zusammensetzte begeisterte diese Mischung so sehr, dass es drei Zugaben erzwang und das zweistündige Konzert sicher gerne noch fortgesetzt hätte. Eifrige Fans können dafür am 20 Februar nach Mönkeberg fahren, dort gastieren dann Kay Kankowski und Band im Gemeindezentrum . (Markus Feuerstack)




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