Freitag, 23. Januar 2009

Kreative Frühjahrs Gäste

Kreative Frühjahrs Gäste

HTML clipboardIm Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in der Otte Str. 1 sind zwei neue Künstler eingezogen.
HTML clipboardFünf Monate sind die beiden jeweils Gast in Eckernförde auf Einladung der Landesregierung. Diese finanziert das Stipendium im Künstlerhaus. Eine kompetente Jury wählst die Bewohner aus zahlreichen Bewerbungen aus. So kommen zahlreiche Künstler aus aller Welt nach Eckernförde als Gäste für einige Zeit um hier zu arbeiten und zu leben. Die zwei junge Frauen sind jetzt in das Künstlerhaus eingezogen. Beide haben in Kiel studiert und sind für den Bereich bildende Kunst nominiert. Ju Hyun Lee stamm ursprünglich aus Korea und studierte dort in Yong-In und Seoul. Bereits ab 2002 setzte sie ihre Studien in Deutschland fort. In Eckernförde hat sie mit gehörigen Fleiß sofort angefangen etliche Bilder zu malen und einige bereits fertig gestellt. Sie zeigte sich sehr angetan von der Arbeitsatmosphäre in den großzügigen Räumen in der Ottestrasse. Diese inspirierte Arbeitswut muss in den Räumen des Künstlerhauses eingebaut sein, denn auch Kerstin Liebst hat bereits angefangen Materialien für ihre großen Objekte zu sammeln und solche zu bauen. Die Künstlerin, ursprünglich ausgebildete Holzbildhauerin und Absolventin der Kieler Muthesius Kunsthochschule ist mir ihrer Tochter Helena nach Eckernförde gezogen. Auffällig und spannend sind ihre großformatigen Plastiken die aus gefunden Materialien und ihrem Lieblingswerkstoff Schaumstoff zusammengesetzt sind. Beide Künstlerinnen planen zum Ende ihres jeweils fünfmonatigen Stipendiums eine gemeinsame Abschlussausstellung zu gestalten, die einen Überblick über die kreative Phase in Eckernförde geben wird (fst)

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Donnerstag, 15. Januar 2009

Das Glück – der Anderen


Wenn ein renomierter und nicht gerade kleiner Verlag ein Buch mit Lyrik und gemalten Bildern vorlegt erstaunt dies. Lyrische Veröffentlichung jenseits von Weltliteratur-Autoren sind selten geworden, künstlerische Bände mit Gemälden beschränken sich heute fast immer auf Kataloge oder Sammelwerke. Margit Buß, als Eckernförder Kreative im Bildbereich ist bisher mehr eine stille Grösse. Ihre „MakroArt“ genannten oft gossflächigen und sehr farbstarken Bilder wurden bisher Maschinenhaus und bei kleineren Ausstellungen in unserer Stadt gezeigt. Zusammen mit der Wortgewaltigen Schriftstellerin Dietlinde Hedwig Heckt präsentiert jetzt Margit Buß eine spannende Übersicht über ihre Makroart-Bilder. Dieses künstlerische Verfahren, das auch mit fotografischer Hilfe experimentell Zufälligkeiten aufarbeitet und Erahnbares sichtbar macht, bestich durch seine dichten Farben und zum träumen anregenden abstrakten Buldinhalte. Die Phantasie des Betrachtenden wird stark angesprochen, das abgebildete Bild beginnt zu korrespondieren und bewegt sich weiter. Dieses anhand der Originalbilder stark erlebbare Phänomen ist sogar in dem Buch „Andernglücks“ nachvollziehbar. Wenn der Leser erst die Bilder betrachtet, dann die selbst als Bilder wirkenden lyrischen Zeilen liest und mit dem Auge wieder auf das dazugehörende Bild schaut, verwandet sich dies. Seitenweise sollte man diese doppelte Bilderflut genießen und sie mit Zeit wirken lassen.

Margit Buß hält sich derzeit in Berlin auf um weitere künstlerische Studien zu machen und neue Inspirationen im Frühjahr nach Eckernförde mitzubringen. Bis sie neuen Werke in Eckernförde ausstellt, lohnt es sich, das wohlfeile Bändchen „Andernglücks“ zu studieren.

Andernglücks. Margit Buß (Bilder), Dietlinde Hedwig Heckt (Lyrik).Verlag der Kunst Husum. ISBN 978-3-86530-110-9, 14,95. Bei der Buchhandlung am Gänsemarkt vorrätig (fst)

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