Mittwoch, 3. Februar 2010

EZ: Georg Bettermann

Gerhard Bettermann Bilder aus Eckernförde und dem Rest der Welt.

Einer der interessantesten Maler die in der norddeutschen Region wäre im Februar 100 Jahre alt geworden. Das Eckernförder Museum widmet Gerhart Bettermann eine Sonderausstellung und zeigt unter dem Motto „In Schwansen und der Welt zuhause“ spannende Teilaspekte des ungewöhnlichen Künstlers.
Gerhart Bettermann wurde am 23. Februar 1910 in Leipzig geboren, er absolvierte auf Druck seiner Eltern, die einer künstlerischen Laubahn ablehnend gegenüber standen, eine Schlosserlehre.
Bereits während der Ausbildung begab er sich auf umfangreiche Wanderungen. So als 1927 die sächsischen Metallarbeiter streikten und daraufhin ausgesperrt wurden, wanderte er mehre Wochen durch den Odenwald und am Rhein. Unterwegs zeichnete er um die Reise zu finanzieren. Heimlich hatte er zuvor im heimischen Leipzig bereis Zeichenunterricht genommen.
Weitere ausgedehnte Reise und Wanderungen sollten folgen, zumal er sich nach der Gesellenprüfung entschloss, die künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Ausgedehnte Reisen durch ganz Europa folgten in denen viele Skizzen entstanden, die er daheim in Holz- und Linolschnitten ausarbeite.
1929 schloß es sich der „Künstlergruppe der internationalen Bruderschaft derVagabunden“ an zusammen mit Gregor Gog, Hans Tombrock und Hans Bönnighausen, bis 1933 fanden über 30 Ausstellungen statt. .
Als Debütant beteiligte er sich an der 1. Großen Leipziger Kunstausstellung und erhielt für das Gemälde "Arbeitsloser in der Dachkammer" den 1. Preis des Landes Sachsen.
Bei seinen ausgiebigen Wanderungen, die ihn bis nach Ägypten führten, interessiert er sich besonders auch für die sozialen Verhältnisse und er versucht, das Typische in Landschaftsbildern festzuhalten.
Da er befürchtete wegen seinen sozialkritischen Interessen und seiner mitgliedschaft in der „ASS“ (Association revolutionärer Kunstler Deutschlands) politisch verfolgt zu werden, siedelt er 1933 in den Norden Deutschlands um. 1934 kaufte er in Emers bei Winnemark eine Tagelöhnerkate und lebte von Gelegenheitsarbeiten, seit 1935 verheiratet mit der in Leipzig geborenen Malerin Glore Becker.*
Kriegsteilnahme und Gefangenschaft erzwangen ab 1945 einen Neubeginn. 1953 gründete er ein Künstlerhaus bei Winnemark an der Schlei. Ausgedehnte Reisen, oft mit Künstlerkollegen zusammen führten zu einer Vielzahl von Reisebildern.
1954 gründete Bettermann den Landesberufsverband der Bildenden Künstler in Schleswig-Holstein mit und war bis 1970 als dessen 1. Vorsitzender tätig. 1956 beteiligte er sich an der Gründung der "Gruppe 56", welche regelmäßig Ausstellungen veranstaltete. 1992 verstarb Gerhart Bettermann 82jährig in seinem Malerhaus an der Schlei und erhielt auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine Seebestattung. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Künstler Schleswig-Holsteins.

Zum hundertsten Geburtstag Gerhard Bettermanns ist die Eckernförde Ausstellung der Auftakt einer Kooperation mit dem Künstlermuseum Heikendorf und dem Kunsthaus Hänisch in Kappeln, die den "ganzen" Bettermann mit verteilten Schwerpunkten vorstellen werden. Das Museum Eckernförde biete einen konzentrierten Blick auf den Landschaftsmaler Gerhart Bettermann, beginnend bei den Graphiken und Malereien seiner Ägypten- und Südosteuropareisen der 30er Jahre über die Italien- und Jugoslawienreisen der 50er und 60er Jahre bis hin zu den hiesigen Motiven der frühen 80er Jahre. (fst)

Museum Eckernförde
Laufzeit: 31. Januar bis 14. März 2010
Öffnungszeiten:
di – sa 14.30 – 17 Uhr, so 11 – 17 Uhr 

Publikationen:
Zur Ausstellung erscheinen 2 Museumssammelblätter (je 0,50 Euro)
Begleitende Veranstaltungen:
Führungen am 11. Februar um 15.00 Uhr, am 4. März um 15.00 Uhr und am 14. März um 11.30 Uhr mit Dr. Uwe Beitz

* lt Museumsblatt mit Johanna Bauch.


 Recherche
Bilder
(Extrem mager, sollte aufgefüttert werden!!!)
Museum Eckernförde


Es gibt von der Heimatgemeinschaft einen Bildband über Bettermann von 1989

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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Für lebenslange Pubertät

Für lebenslange Pubertät
- ein Tagebuch Manifest

von fognin

Solche Männer und ihresgleichen sind geniale Naturen, mit denen es eine eigene Bewandtnis hat, sie erleben eine wiederholte Pubertät, während andere Leute nur einmal jung sind. [...] Daher kommt es denn, dass wir bei vorzüglich begabten Menschen auch während ihres Alters immer noch frische Epochen besonderer Produktivität wahrnehmen, es scheint bei ihnen immer einmal wieder eine temporäre Verjüngung einzutreten, und das ist es, was ich eine wiederholte Pubertät nennen möchte
Goethe, Eckermann, 11.3.1828
"Ich bitte euch bei dieser Gelegenheit von ganzem Herzen: Vergeßt eure Kindheit nie! Versprecht ihr mir das? Ehrenwort?"

Erich Kästner, Vorwort zum „Fliegenden Klassenzimmer“
….

Ich will nicht wieder jugendlich sein. Nur die Unbeschwertheit, das Lockere und das umfassende Gottvertrauen meiner früheren Jahre vermisse ich sehr.


….


Dieses ist es, warum ich Jugendliche schätze und suche: Sie haben Fragen, nicht Antworten. Fragen an die Welt, an das Leben, Fragen an sich selbst. Sie sind offen, für alles was als Antwort sich anbietet und nichts – oder zumindest sehr wenig – wird von vorneherein als „Unmöglich“ verworfen. Dies ist auch mein ideeller Entwurf, nach dem ich versuche zu denken und moralische Vorstellungen und Handlungen zu entwickeln. Meist wir „Altersweisheit“ gesucht, wenn es um Ratschlüsse geht. Ich suche „Jugendweisheit“, oder eigentlich die Fähigkeit, durch Fragen zu erkunden und unvoreingenommen betrachten zu können. Nicht auf die vorgedachte Lösung zurück zu greifen, sondern durchaus ungewöhnlich und experimentell zu handeln. Das bringt die Welt weiter.

Das Alter ist konservativ, Jugend progressiv. Wer macht sich denn Gedanken über die Umwelt, den Ausgleich von arm und reich, über Frieden und Gerechtigkeit? Die alten Säcke meines Jahrgangs haben sich längst angepasst, auch wenn sie sich oft noch für die gewesenen Revolutionäre halten. Wen stört es von uns den wirklich noch, das der Strom aus der Steckdose kommende Generationen und ihre Umwelt für immer verseucht?

Gesellschaftlich gilt es als selbstverständlich Jugendliche zu belehren, sie mit Meinungen und (Vor-)Urteilen voll zu stopfen und sie möglichst schnell so dröge, phantasielos und angepasst zu machen, wie es die Belehrenden selbst sind.

Die Idee, Jüngere wirklich zu befähigen, weiser, klüger, und „besser“ zu werden, als man selbst es geschafft hat zu sein, ist nicht sonderlich verbreitet. Sie würde auch eine deutlich andere Haltung voraussetzen: Respekt, Achtung, Ehrfurcht und Neugier im Umgang mit jüngeren Menschen und ein umfassendes Vertrauen. Das schulden wir alte Säcke den schlummernden Fähigkeiten der Nachkommen.

Wie schnell solch eine Haltung Früchte trägt, ist dort zu beobachten wo eine Schule einen solchen Ausnahmelehrer zum Kollegium zählt. Eher wohl bei freien Schulen sind solche seltenen Pädagogen zu finden, da weisungsgebundene Beamte sich wohl kaum über das System erheben können, das sie beschworen haben.

Jugendlich ist für mich ein Mensch, wenn er die Idee entdeckt „selbst sein zu wollen“, also meist mit dem Beginn der Pubertät. (Übrigens nicht zwingend: es gibt junge Menschen, die ihre Jugendlichkeit versäumt haben). Das Bestehende zu hinterfragen, eigene Bedürfnisse zu erleben, zu artikulieren und versuchen sie durchzusetzen ist der Keim des Menschseins. Wer nicht versucht Freiheit zu fassen und nach ihr strebt, hat wesentliche Bestandteile des sich entwickelnden Menschen verloren. Der Drang, Erfahrungen selbst zu machen und so die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu erkunden bzw. zu erweitern, schafft Fähigkeiten und ist somit ein wichtiger und notwendiger Prozess. Diesen gilt es zu fördern und mit Vertrauen und Verständnis zu begleiten. Widerstand aus dem Bestreben Jugendliche vor den Fährnissen des Lebens zu bewahren, behindert diese in ihrer Entwicklung und für mich ein Verbrechen.


„Pubertät ist, wenn die Eltern anfangen schwierig zu werden“ ist nicht nur humoristisch sondern auch programmatisch zu verstehen. Der Jugendliche verändert sich und es stände dem sogen. Erwachsenen gut an, dies zum Anlass zu nehmen, sich auch zu verändern. Und der neuen Situation positiv zu begegnen. Die Gelegenheit von jüngeren lernen zu können kommt in eine wesentliche Phase. Wohl dem, der diese Change zu nutzen versteht. Es könnte der Start in ein entwicklungsfähiges Leben voller Offenheit und Unvoreingenommenheit sein. Lebenslang zu pubertieren also. Für mich ein fester Bestandteil meines Traumes von einer besseren, humaneren, liebevolleren und ehrlicheren Welt!

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Freitag, 23. Oktober 2009

Abschied II



Heute habe ich noch mal allein einige "Vertiefungen" betrieben. Mein vormittaglicher Spaziergang führte mich an den Grenzen von Neukölln entlang und wurde ja photographisch schon dokumentiert. Am Nachmittag wollte ich die grandiose Architektur des Sony-Centers nochmals auf mich und die Kamera wirken lassen. Sowie Bilder fertig sind, werde ich sie hier einstellen. Auf der weiteren Erkundung kam ich am Checkpoint Charly vorbei (brrrr) und fand das TAZ Haus in der Rudi-Dutschke-Str. Klar, dort musste Kaffee getrunken werden. Zurück mit dem Bus (Doppeldecker!) über Kreuzberg. Ein würdiger Abschluss, für den letzten Tag.

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Mittwoch, 21. Oktober 2009

Berlin Tagebuch

Gestern waren wir bei Kira in ihrer WG. Wir haben zusammen gekocht und uns gut unterhalten. Hat Spass gemacht. Kira ist ja ein supernettes Mädel und ihre Mitwohnerin auch. Leider musste unsere Freundin heute arbeiten (sehr schlechte Angewohnheit), so dass wir beizeiten abgezogen sind. David und ich haben noch ein häussliches Sixpack vernichtet.

Am Morgen habe die Karl-Marx-Str. nochmals ausführlich erkundet und meine Neukölln-Forschungen vertieft. Bald kenne ich den Stadteil ganz gut, auch wenn ich auf den unzähligen Friedhöfen noch nicht war. Aber eine Woche Berlin ist zum sterben zu wenig.

Der Nachmittag war stiller Hausarbeit - sprich Fotobearbeitung gewidmet, am Abend erkundeten wir zu dritt die Motzstr. Dort war zu Doktorzeiten das Headquarter der Sophen, heute tummeln sich dort die netten Jungs der Gayszene. Es war allerdings zu früh um einen entsprechenden intensiveren Eindruck zu bekommen.

Nach einem indischen Abendessen am Nollendorfplatz haben wir einige der Festival of Lights Spielplätze aufgesucht, Markus photophierte, David und Svenja geduldeten sich. Sollte wieder erwarten eines der HDRs etwas geworden sein, werde ich sie nachreichen. Dazwischen dürfte noch einiges an Arbeit liegen. Momentan laufen die zukünftigen HDRfotos vom Brandenburger Tor, Potzdamerplatz und Gendarmenmarkt etc noch durch die etwas langsame Entwicklung auf meinem Macbook. Grusige Handyfotos habe ich heute keine gemacht, eigentlich schade, diese Teile sind so peinlich, dass sie mir schon wieder gefallen.

Morgen habe ich für die Neuköllnforschung den Hermannsplatz vor. Fussmarschig natürlich, dann habe ich die Grenzen des Stadtteils weitgehend abgearbeitet.


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Montag, 19. Oktober 2009

Berlin zwo

Heute haben wir touristet. Brandenburger Tor, Regierung, Mahnmal, Alex etc. Was man so machen muss.

war nett. Und anstrengend. Und nicht Berlin. Waren auch in Friedrichshain. Das ist Berlin. Das sitzen und Essen im Kültürcaffee war gemütlich bzw. lecker, ein wunderschöner Ort. Svenja war von Toiletten begeistert. Ich von den freakigen Umfeld, Normalos waren kaum zu sehen.

Abschliessend waren wir noch an der Spree. Auch dort, wie überall in Berlin Unmassen von Mernschen. Um in dieser Stadt unter freier Luft einsam zu sein, wird man weit mit der S-Bahn fahren müssen. Die Ilumation der Innenstadt haben wir abschliessend dann doch vorgezogen lieber morgen zu erleben. Wir haben ja noch ein paar Tage.

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Sonntag, 18. Oktober 2009

Berlin

Ja ich weiss. Andere fahren täglich nach Berlin, ist ja nix besonderes. Für mich aber schon. Fünf Jahre habe ich das geliebte Provinznest nicht verlassen und nun endlich, eine ganz Woche Urlaub. Und dann noch in der Kulturstadt Berlin, in der es nur schwerfallen wird, ob man lieber in eine tolle Kneipe geht, die aus Eckernförde emigrierten Freunde besuchen, oder Galerien, Museen, Ausstellungen, Kulturstätten und und und aufsuchen soll.

Svenja fragte mich, ob ich Lust hätte, mit in diese Stadt zu kommen. Sie wollte die zweite Ferienwoche im Herbst nutzen ihren Freund David zu besuchen. Den kannte ich schon, wir waren zusammen auf dem CSD in Hamburg. Ein super netter Kerl, Spitzname: Der kleine Budda. Nicht nur wegen der abrasierten Haare.
Ich sagte zu, obwohl die üblichen Bedenken eigentlich noch viel gewichtiger waren als sonst: Als Selbständiger ohne Existenzminimum zu reisen ist eine Art fianzieller Selbstmord. Zumal hatte ich gerade sämtliche Konten überzogen und meine Küche renoviert, anstatt "anständig" zu arbeiten. Egal. Berlin sehen und....

Tatsächlich war ich schon Tage vorher aufgeregt wie ein Pennäler. Der Koffer war gepackt (viel Technik, ich tippe hier in Davids Küche in Neukölln auf meinem Macbook), wenig Klamotten. Männer sind Schweine... gereist wurde im Auto, im fremden. Per Mitfahrerzentrale, ab Kiel 15 Euro pro Nase. Der Fahrer, wie angenehm hörte Deutschlandradio Klassikfunk und war nett. Ein Mitreisender enpupte sich als Neigungsautist. Verkabelt und wortkark.
Mit Einbruch der Nacht waren wir in der Hauptstadt. David holte uns von der S-Bahn ab, allein hätten wir den Weg, vorbei an vielen türkischen Läden, auch niemals gefunden.

Morgen geht Berlin los. Oder wir in. Momentan sitze ich in besagter Küche, nippe am Willkommensrotwein, rauche und starre am offenen Fenster. Manchmal zucken Laserblitze von der Berliner Lichtshow über den verhangenen Himmel... Wie ist das Leben romantisch!

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Mittwoch, 7. Oktober 2009

AKKU - Kulturinitiative für Eckernförde

Seit einiger Zeit haben sich die Eckernförder Kulturschaffenden in einer offenen Konferenz (AKKU) zusammengefunden um in der Öffentlichkeit auf die kulturellen Notwendigkeiten hinzuweisen.

Nach ersten Diskussionen, die einer Willensfindung dienten, wurde beschlossen der Ratsversammlung als kommunaler politischer Vertretung zwei Fragen zu stellen.

"Was haben die Fraktionen für die Kulturförderung in den nächsten Jahren in Planung?"

Die Grünen
wollen den Arbeitskreis kontaktieren und zusammen eine Antwort erarbeiten.

Die CDU
möchte das Thema im Fachausschuss diskutieren

Die SPD lehnte sich weiter aus dem Fenster und machte folgende Aussagen:
Der Posten des Eckernförder Kulturbeauftragten und auch der des Museumsdirektor sollten erhalten bleiben. Keine finanz. Streichungen im Bereich Kultur. Ein "Kulturfahrplan" soll erarbeitet werden. Als klare Aussage wurde gesagt, dass Kultur und Bildung wichtige Eckpunkte des kommunalen Lebens seien.

Die Linke
fand das Kultur bisher zu stiefmütterlich behandelt worden sei. Sie definiert den Begriff Kultur sehr weit, er berührt die Belange des Wohlbefindens der Menschen dieser Stadt.

Der SSW fand dass die kulturellen Belange dieser Stadt bisher gut vertreten worden seien. Ein Fortbestehen sei unter finanz. Blickwinkel an zu sehen, nicht alle Funktionen können behalten werden.

Die zweite Frage lautete:

" Wie stehen die Fraktionen zur Notwendigkeit eines Kulturhauses ?"

Die CDU will Grenzen erkennen ob eine solche Einrichtung machbar sei und sich das Vorhaben anschauen.

Der SSW hält ein Kulturhaus für wünschenswert. Dafür seien Investoren zu finden. Die dänische Minderheit habe ein eigenes Kulturhaus.

Die SPD will mit dem Arbeitskreis AKKU darüber sprechen. Es sei zu überlegen, ob ein grösserer oder viele kleinere Kulturpunkte wünschenswerter seien.

Die FDP will eine Machbarkeit prüfen. Auch hier wird von einem Investor geredet.

Die Linke hält ein Kulturhaus für eine Sache der Stadt und würde es begrüssen wenn diese sich des Themas annimmt. Das vorliegende Konzept von Günther Hass ist ihr zu museal. Die Entscheidung allerdings würde über die Finanzierbarkeit fallen.

Die Grünen möchten auch darüber mit dem AKKU sprechen.

Die Freien Wähler wissen, dass Kultur Geld kostet und dringend gebraucht wird.

(Die Antworten sind soweit ich sei verstanden habe in kürzester Form während der Versammlung mitgeschrieben worden, gerne ergänze ich diesen Text um kürzeste Statements der Angesprochenen)

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Samstag, 9. Mai 2009

Wer schenkt mir 5 Minuten?

Moin zusammen,
ich habe auf meinem neuen Blogg eine kleine Kampange gestartet. Ich wünsche mir von allen meinen Freunden und Bekanten, dass sie mir fünf Minuten ihrer täglichen Zeit schenken. Nicht für mich alleine, sondern für das Pojekt "Kulturmagazin bernstein", dass mir sehr am Herzen liegt.



Wer mir oder dem bernstein helfen will, ist sehr willkommen. Es bleibt die große Frage: Gibt es wirklich Menschen, die bereit sind täglich 5 Minuten für Kultur zu opfern?

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Mittwoch, 24. September 2008

Werbung

Moinsen,

sorry: Jetzt also auch dieser Blogg mit Werbung. Der üblich Kram von Google. Soll Knete bringen, wenn jemand auf die Anzeigen klickt. Leider bin ich restlos Pleite. Ich beschäftige mich viel zu viel mit der Fotokunst, leider ohne (wirtschaftliches) Feedback. Aber mir ist es wichtig und das seelische Feedback ist Klasse und hilft mir, spannende und neue kreative Entwicklungen zu machen. Leider kann ich davon keine Miete zahlen. Nicht das ich glaube, durch die Anzeigen reich zu werden, aber Ertrinkende mögen Strohhalme. Und lang genug habe ich meine Kontonummer bei den Bildprojekten unter www.fognin.org gepostet. Tastsächlich: zweimal haben Menschen Geld geschickt, weil sie Freude an meinen ansonsten "ehrenamtlichen" Aktivitäten hatten. Ich danke sehr. Aber die Idee, dass gaaaaaanz viele Menschen mir einen Euro schicken, die funktioniert dann leider doch nicht.
Also klickt auf die Bildchen von Google. Vielleicht hilft es.

Übrigens der Server fognin.DE ist gesperrt -kein Geld um die Rechnung zu bezahlen. Nehmt also bitte www.fognin.org. Auch die email fst @ fognin . DE ist damit funktionslos - also bitte streichen und das selbe mit der Endung org probieren. Auch .com, .net sollten arbeiten.

Vielen Dank

fognin

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Montag, 21. Juli 2008

Bernstein: Die Putzmacherin

Die Putzmacherin
4.4.2008

Eine schlanke und hübsche junge Frau steht auf der Treppe des alten Rathauses von Eckernförde und lässt sich fotografieren. Auffallend ist der elegante und extravagante Hut, der die Blicke der vorbeieilenden auf sich zieht. 2 4 Jahre ist Sara Mari Meiburg-Aaholm jung. Sie wurde in Norwegen geboren und lebte bis zum Jahr 2000 in Norwegen und Südafrika. Dann zog sie zu ihrer Mutter nach Eckernförde und besuchte die Waldorfschule. Da sie sich noch nicht wirklich in der deutschen Sprache heimisch fühlte machte sie in der 12 Klasse den Hauptschulabschluss. Ein freiwilliges soziales Jahr in einem Eckernförder Altenheim halfen ihr über die letzten Sprachhürden. Die Berufswahl fiel ihr sichtbar schwer. „Meine Interessen galten Handwerklichen Berufen, aber welches Handwerk und wie an einen Ausbildungsplatz kommen?“ berichtet Sara im Gespräch. Ausbildungsplätze zur Schusterin gab es keine, sie ging vorübergehend nach Dänemark an eine Sporthochschule. Eine Freundin erzählte von einer Firma in Kiel die einen Ausbildungsplatz als Modistin anbot. Sara nahm sofort Kontakt auf und arbeitet zwei Tage zur Probe. Sie bekam den ersehnten Ausbildungsplatz. Drei Jahre Ausbildung zur Modistin? Was ist das eigentlich für ein Beruf?Modistin – ist ein zusammengelegter Beruf. Früher gab es Putzmacherinnen und Hutmacherinnen, die sich mit der Verschönerung der Kleidung der eleganten Damenwelt beschäftigten. Während die Putzmacherin die Kleider der Schneider durch raffinierte Details verfeinerte, sorgte die Hutmacherin für eigenwillige und auf die Persönlichkeit der Trägerin abgestimmte Kopfbedeckungen. Heute ist aus den beiden Berufen die Modistin entstanden, deren Schwerpunkt aber bei der Herstellung individueller Hüte liegt. Außer handwerklichem Können, Einfühlungsvermögen in die Kundinnen und einem erlesenen Geschmack ist auch noch künstlerischer Sachverstand vonnöten, damit die elegante Dame von Welt sich in ihrer Garderobe sicher fühlt und den gewünschten Auftritt sicher und stolz bestehen kann.Während Hutmacher ein eher Männer dominierter Beruf war und ist, sind Putzmacherinnen und Modistinnen meist weiblich. Inzwischen gibt es nur wenige Gestalterinnen in diesen Fächern. Oder wie Sara es ausdrückt: „Mit der Dauerwelle ist der Hut fast ausgestorben.“ Aber die großen Feste des Lebens werden auch heute noch oft von Modistinnen mitgestaltet. Bei Hochzeiten, Trauerfeiern und besonderen Anlässen lassen sich die Damen gerne beraten und „aufputzen“. „Es gibt immer noch Menschen die auf besondere Qualität wert legen“ weiß Sara, die in ihrer Ausbildung lernte die Kundenwünsche zu verstehen und in eigene Kreationen umzusetzen. Sie lernte die Grundlagen kennen, wie Filze, Stroh und genähte Kopfbedeckungen und auch die Haare aufregend zu stecken. Wichtig war auch, dass sie bereits in der Schule zeichnen gelernt hatte. Schließlich sollten die Kunden ja vor der aufwendigen Herstellung des neuen Kleidungsstückes bereits eine Ahnung von dem zukünftigen Aussehen bekommen. Vor ihrem Abschluss war ihr schon etwas bange, aber mit großer Bravour meisterte sie diese Hürde. Sie wurde mit ihren Selbstentworfenen Modellhüten Landessiegerin und auch auf Bundesebene konnte sie den zweiten Platz erobern. Reichlich belohnt wurde ihr kreatives Engagement mit Urkunde, Silberteller, Geld und einem Stipendium für einen möglichen Meisterkurs. Aber soweit ist die Preisträgerin noch nicht. Erst einmal ging es zum Wandern nach Kanada – schon von klein auf ist Sara in vielen Ländern und Sprachen zu Hause. Folgerichtig nahm sie deshalb auch einen Auftrag in Marokko an. Zwei Monate half sie einer Frau ein Geschäft mit modischer Kopfbedeckung für muslimische Frauen aufzubauen. Inzwischen hat sie einige Bewerbungen geschrieben und es zieht sie durchaus in die Ferne. Entweder in Oslo / Norwegen am Theater oder in Kanada an der Oper möchte sie weitere Techniken lernen und ihre kreativen Fähigkeiten einsetzen. Norwegisch, Englisch und Deutsch sind die Sprachen die sie fließend spricht. Für die junge Frau, die sich neben ihren beruflichen Schwerpunkten gerne bei Volleyball und Wandern erholt und Kunst und Ästhetik als Interessenschwerpunkte angibt, war die Waldorfschule der ideale Startpunkt in das Berufsleben. „Meine Mutter wollte gerne, dass ich den Realschulabschluss mache, aber ich fühlte mich in der deutschen Sprache noch nicht so heimisch“ erzählt sie, „mir hätte ein einfacher Waldorfabschluss auch gereicht. Meine handwerklichen Fähigkeiten, die ich in meiner Schule vertiefen konnte, sind schon früh erwacht, meine intellektuellen Fähigkeiten kamen wesentlich später.“ Beides wird ihr sicher zu Gute kommen, wenn sie in einigen Jahren den Gutschein nutzt und einen Meisterkurs belegt. Vielleicht werden auch einige Leser des Bernsteins ihre großen Feste mit einer Kreation von Sara Mari Meiburg-Aaholm feiern?



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Sonntag, 27. Mai 2007

Jazz: Valentina Sophie präsentiert ihre erste CD und sich

Bennefiz PremiereJazz:
Valentina Sophie präsentiert ihre erste CD und sich
Eckernförde

Am Donnerstagabend können Eckernförder Jazzfreunde etwas erleben. Nicht nur das die renommierte Band Feel Jazz zu hören sein, natürlich mit ihrer Frontfrau Sigi Siemsen, deren modulationsreiche ausdruckstarke Stimme ein Publikumsmagnet ist. Der eigentliche Geheimtipp ist Valentina Sophie. Die junge Sängerin wird ihre erste CD vorstellen und zum Anlass der Aktionswoche für Menschen mit Behinderungen ihr Debüt als Benfezikonzert geben. Valentina verbindet selten gehörte Jazzperlen mit sanft ins jazzige transportierten Popsongs. anze 20 Jahre ist die Sängerin alt, in Eckernförde aufgewachsen und hat dort auch ihr Abitur abgelegt. Nebenbei blieb viel Zeit sich ihrer musikalischen Leidenschaft zu widmen. Ab Kindertagen sang sie in Chören, sowohl in der Kirche als auch in weltlicheren Formationen. Mit ihrer Mutter erlebt sie erste Auftritte und überwand die Bühnenangst vor einem Wohlgesonnenen heimischen Publikum. Aber mit zunehmenden Alter, mit dem Aufbruch aus heimischen Mauern und dem Beginn der Ausbildung stieg auch der Drang Eigenes zu schaffen. Bevor sie von der Ostseeküste aus die musikalische Welt erobert, wird dieses Konzert in der Siegfriedwerft ein besonderer Ausgangspunkt sein. Nicht nur, dass die Musiker Martin Moldenhauer (Piano), der vielfach bekannte Harry Kretzschmar (Bass) und Peter Weise (Schlagzeug) das junge Talent auf CD und Konzert mit ihrer umfassenden Erfahrung unterstützen, auch Mutter Sigi Siemsen steht bei der Premiere an ihrer Seite. Die Juwele die dieses Debut erglänzen lassen sind Songs von Silje Nergaard, John Legend, Feist, Norah Jones und Nouvelle Vague. Sowohl Sigi als auch Valentina Siemsen werden einen Solopart bestreiten und auch zusammen singen. Karten für die Veranstaltung am Donnerstag Abend um 20 Uhr in der Sigfried Werft können unter Telefon 75770 vorbestellt werden. (fst)



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