Montag, 21. Dezember 2009

Spieglein.... Bilder - Fotos

Fotos von dem Stück

"Spieglein, Spieglein an der Wand...
... und dann ist sie weggerannt"

frei nach Gebrüder Grimm
Theater mit Figuren aus Kochlöffeln, Spülbürsten und Würstchenzangen

Ein Stück für Menschen von 4 bis 104 Jahren



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Mittwoch, 16. Dezember 2009

"Spieglein, Spieglein an der Wand...

Geniale Unterhaltung für die ganze Familie


Zur Weihnachtszeit gibt es Märchen. Das eine gekonnte Bearbeitung, viel Phantasie und kreative Figuren zu einem äusserst unenthaltsamen Puppenspiel zusammenwachsen können, zeigt Cordula Thonett derzeit in ihrem „Figurentheater im Kabuff“ in der Rendsburger Str. 100. Die altbekannte Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen, mutiert ohne sinnentstellende Eingriffe zu einer spannenden Story. Das 13jährige Schneewittchen (von der kaum älteren Mila Thonett meisterhaft gespielt- und gesprochen), ärgert sich sehr über Helene, der neuen Freundin ihres königlichen Vaters. Nicht nur, dass sie den Monarchen sofort heiraten will, auch ihre Versuche, das pubertierende Mädchen umzustylen und zur Tussi auszustaffieren, gefallen dem hübschen Kind wenig. Und dann versucht die designierte Stiefmutter auch noch den allein erziehenden Vater mit Drogen zu manipulieren. Um die Hochzeit zu verhindern, haut das clevere Mädchen einfach ab. Denn ohne Prinzessin, keine Hochzeit – das ist doch klar. Im Wald, bei den sieben Zwergen wird sie gerne aufgenommen, auch wenn sie mit der Hausarbeit wenig klarkommt. Sowas liegt dem Zwerg Gelbo sowieso besser.


Währenddessen werden bei König Walter auf Schloss Tralalau die Plätzchen knapp, mit der die Königin in spe den Monarchen gefügig zu machen versucht. Natürlich lässt sich so eine durchtriebene Person einiges einfallen, um den ehrgeizigen Plan doch noch durchzuführen. Und bevor es zum brausenden Finale kommt, müssen die Akteure auf der Puppenbühne noch manch überraschendes Abenteuer bestehen.


Der Puppenspielerin Cordula Thonett gelang es mit ihren Figuren aus Kochlöffeln, Abwaschbürsten und Würstchenzangen ein witziges zeitloses Stück zu kreieren, dass nicht nur für Kinder äusserst unterhaltsam ist. Vieler der gut gestalteten Gags und berraschungen sind für das ältere Publikum bestimmt. Das Premierenpublikum jeglichen Alters zeigte dass dieses Unterfangen geglückt ist. Sowohl die Erwachsenen, wie auch die Kinder folgten vergnügt dem Spielgeschehen und oft jagten Lachsalven durch den kleinen gemütliche Theaterraum, wenn eine Figur sich etwas anders gebärdete, als man es erwartet hätte. Erwachsene Besuchen können auch ohne Alibikind eine der Vorstellungen besuchen, es handelt sich hier eindeutig um ein Theaterstück, das für Erwachsen ist und bei Kindern genau so gut ankommt.

Überraschend ist, wie es den beiden Spielerinnen gelingt eine Vielzahl von Puppen gleichzeitig zu führen und jeder Gestalt einen ganz eigenen Charakter zu verpassen. Alle Puppen, Kulissen etc sind von Cordula Thonett selbst gebaut und entworfen worden. Die sehr passende Theater-Musik stammt von Benjamin Schulte, der auch einer Figur seine Stimme lieh. Den Spiegel spricht Ruben Beyer.

Kasten


"Spieglein, Spieglein an der Wand...
... und dann ist sie weggerannt"

frei nach Gebrüder Grimm
Theater mit Figuren aus Kochlöffeln, Spülbürsten und Würstchenzangen

Ein Stück für Menschen von 4 bis 104 Jahren

Dauer ca. 60 Minuten
Kosten: Kinder 5,- Euro, Erwachsene 7,50 Euro

18.12.2009 15:00 Uhr

27.12. 15:00 Uhr
30.12. 16:00 Uhr

(Sonderveranstaltung für Menschen die finanziell nicht so gut dastehen.

Eintritt: Was man geben kann und möchte, es kann Geld sein, muss aber nicht. Brauchen kann ich: alte defekte Armbanduhren, dünne Stoffreste, Knöpfe, Wollreste, etwas "nettes", oder etwas selbst gebasteltes, gemaltes...

Figurentheater im Kabuff Rendsburger Str. 100 24340 Eckernförde Tel.: 04351 / 883772 www.figurentheater-im-kabuff.de





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Dienstag, 15. Dezember 2009

Klassenkameraden und ungewöhnliche Weihnachten

Klassenkameraden und ungewöhnliche Weihnachten

Zwei Lesungen unterschiedlicher Art erfreuten an diesem Adventswochenende das literarische Publikum in Eckernförde. In der Stadtbibliothek fand die Reihe LesArt ihren diesjährigen Endpunkt mit der Autorin Almut Tina Schmidt. Die Stipendiatin des Schleswig-Holsteinischen Künstlerhauses präsentierte zum Abschluss ihres zweimonatigen Stipendiums in unserer Stadt einigen Geschichten aus ihrem neusten Roman. Das Buch „in Wirklichkeit“ spielt hintergründig mit verschieden Wahrnehmungsmöglichkeiten und grotesken Situationen. Die Protagonistin, stets auf der Flucht vor Überwachung und sich selbst, begegnet überall ehemaligen Klassenkameraden, die über unterschiedliche Sichtweisen ihres (gescheiterten) Lebens reflektieren. Gekonnt las die Autorin von der Geschwätzigkeit ihrer Hauptdarstellerin und den wunderlichen Situationen ihrer Weltsicht vor. Vielach wurde sie von Lachen unterbrochen, sprachgewaltig und von herrlich dunklen Humor zeugten die vorgelesenen Kapitel.

In dem kleinen „Figurentheater im Kabuff“ in der Rendsburger Strasse 100 zelebrierte Rosi Elmholt weihnachtliche Bösartigkeiten. Die Autorin und Malerin ist vielen Eckernfördern auch unter Ritha Ceglars bekannt las auch ihrem Buch „Morgengedeck“ und aus dem noch unveröffentlichten Kinderbuch „Liang Jensen“ (Arbeitstitel) vor. Ihre Geschichten zeichnen sich durch einen sowohl liebevollen wie leicht bösartigen Grundton aus. Stets betrachtet sie die handelnden Gestalten und ihre Geschehnisse mit Ironie und viel Phantasie. Kein Wunder, wenn in einer weihnachtlichen Küche die Gegenstände lebendig sind und ihr eignes, sehr ungewöhnliches Leben praktizieren. Da werden aus fünf Weihnachtsäpfeln genauso viele hübsche Mädchen. Und die möchten in Paradies, dass sich als zwielichtiges Haus mit eindeutigen Ruf entpuppt. Oder doch nicht? Spannend, phantasievoll und humorvoll sind die Geschichten der Eckernförderin. Das Publikum in sehr verschiedenen Altersstufen war von der unkonventionellen Sichtweise der Autorin sehr angetan und führte mit ihr im Anschluss der Lesung noch interessierte Gespräche.

Bücher: Almut Tina Schmidt, In Wirklichkeit“ Literaturverlag Droschl, Graz 2008, ISBN: 9783854207481
Ritha Elmholt „Morgengedeck“ Mohland-Verlag, 3-936120-64-1

fst

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Sonntag, 16. November 2008

Literatur und Kleinkunst im Kabuff

Nicolaus Kessener stellte sein erstes Buch im Theater im Kabuff vor.


Das kleine Probiertheater in der Rendsburger Str. 100 ist ein Urgemütlicher Ort. Intim, freundlich und angenehm. Ein guter Platz für „Augenblicke im Leben“, so der Titel für das erste Buch von Nicolaus Kessener, das er bei Cordula Thonett der Öffentlichkeit präsentierte. Assistiert von dem Duo Caldera, die mit einigen Titeln aus ihrem Repertoire hand- und mundgemachte Musik aus Eckernförde spielten. In und um Eckernförde spielen auch die lebendigen Geschichten die Nicolaus Kessner aus seinem Buch vorlas. In kurzer, prägnanter Form mit genau beschreibenden Worten entwickelt der Autor seine Geschichten, die einen meist bekannten Alltag beschreiben und ihn plötzlich, durch ein fasst unmerkliche Verschiebung, zu einer ungewöhnlichen Veränderung bringen. So in der Geschichte von dem Mann, der seinen Gewohnheiten treu, abends brav in Bett geht und Morgens mit allen den liebgewonnen Ritualen aufsteht. Bis er feststellt: die ganze Welt hat sich schlagartig verändert, weil nur ein Bestandteil seine Lebens anders geworden ist.

Gleich eine ganze Familiensaga steckt in der meisterlich vorgetragenen Kurzgeschichte „Des Lebens ganze Fülle“ in der Niclaus Kessener von einem Dorfelvis aus den späten 60igern berichtet und ohne unnötige Längen die Geschichte bis in die Gegenwart spannt. Liebe, Leben, Tot und eine späte aber eingehende Freundschaft wird in der Meisterform einer Kurzgeschichte zusammen gefasst und spannend präsentiert. Das zahlreiche Publikum, der kleine intime Zuschauerraum war fast bis auf die letzte Holzbank mit Kleinkunstfans gefüllt, hing gebannt an den Lippen des Erzählers um zum Schluss in befreienden Applaus auszubrechen. Neben den schönen Geschichten, die immer entspannt und locker mehr vorgetragen als gelesen wurden, gab es auch noch ein Interview mit dem Literaten. Klara Korn, eine etwas betagte aber sehr lebensfrohe Dame aus dem Hause der gastgebenden Puppenspielerin Cordula Thonett stellte neugierige Fragen und liess nicht locker bis der Autor ihr versprach, ein Stück für sie zu schreiben. So wird die Zusammenarbeit zwischen der Puppenbühne und Nicolaus Kessener wohl weiter gehen. Zu hoffen bleibt dabei, das auch die beiden jungen Vollblutmusiker des Duos Caldera, Benjamin Schulte und Dominik Kessener mit eingebunden werden, die mit ihren lebendigen Folk und äußerst originellen Texten für diesen Abend einen wunderbar passenden Akzent setzten. (fst)



Nicolaus Kessener

„Augenblicke im Leben“

Mohlandverlag

ISBN 978-3-86675-066-1

Preis 12 Euro

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Gekonnte Augenblicke

Ein Eckernfördebuch für literarische Innenräume








Augenblicke im Leben“ so lautet der Titel eines ganz frisch im Mohland Verlag erschienen Buches von Nicolaus Kessener mit Kurzgeschichten. Und wie Augenblicke Kontaktaufnahmen und kurze Zeiträume gleichermaßen sind, Momente und Begegnungen, so lässt der Autor in kompakter Form oft besondere Situationen, Erlebnisse und damit verbundene Gedanken vor dem Leser entstehen. Dabei reicht das Spektrum der behandelten Themen erstaunlich weit. Da ist die Krimistory, in der seltsame Todesfälle an einer Autobahnraststätte, die Kripobeamten fast verzweifeln lassen. Die Leichen waren unheimlich zugerichtet, stets passierten neue unheimliche Todesfälle an der selben Stelle und kein handfester Hinweis lies auf einen sadistischen Mörder schließen. Durch mühsame Kleinarbeit und hellwache Beobachtung findet dieser Fall ein überraschendes Ende. Gehobene Lektüre für Krimifans. Aber nur einer der vielen Augenblicke des Lebens, wenn auch ein Spektakulärer. Auch die Geschichte von dem Mann, der Mittelalt oder wie man heute eher sagt, als Jungsenior auf Brautschau geht und unerwartete fast banale Hindernisse trifft. Wie peinlich, und beim Lesen nachvollziehbar ist der Besuch in einem Eckernförder Strandcafeé, angetan mit dem neuen Sakko an dem protzig das Preisschild baumelt: 395 Euro.
Fast alle Geschichten spielen rund um und in Eckernförde und geben einen intimen, sehr persönlichen Lokalkolorit der Ostseestadt wieder. Nicht Zweck des Buches ist die kleine Stadt mit dem schönen Strand, sondern gekonnte Dekoration. Die meisten handelnden Personen in dem Erzählband haben hier ihren Lebensmittelpunkt. So wie auch der Autor, Nicolaus Kessener der in der Nähe von Eckernförde lebt. Vielfältige berufliche Stationen wurden zu einem breiten Erfahrungsspektrum: Germanistik mit Lehramt, Dokumentar, Familientherapeut, Lehrer und Trainer um nur einige markante Punkte zu nennen. 2005 gewinnt Kessener mit seiner Geschichte „Das Bild“ einen Schreibwettbewerb des Museum Eckerförde. Die sehr eindringliche und bewegende Geschichte spielt in der Zeit von Carl Bössenroth (1863-1935) in Eckernförde. Der Autor lässt die alte Fischerstadt erstehen und beschreibt einfühlsam die Schnittstelle zwischen der vornehmen Gesellschaft die in den üppigen Landgütern rund um die Stadt einen großen Haushalt führt und den armen Fischern und Dienstleuten, die in der unteren Stadt ihren schweren Handwerken nachgehen und in beengten Häusern im Dunst der Räuchereien leben. Der wiederholte Besuch der bekannten und anerkannten Malers führt zu einer Begegnung mit einem einfachen Dienstmädchen und Fischerfrau – mit einem unerwarteten Ende. Gerade an dieser Geschichte lässt sich die farbige Arbeitsweise des begabten Autors wunderbar miterleben. Auf journalistisch recherchierter Fakten- und Ortkenntnis aufbauend, entsteht ein stimmiges Bild. Die Details sind wie feine Gewürze, unauffällig eingewoben, unaufdringlich aber stilbildend angewandt, ermöglichen ein Zeitgemälde in der die phantasievolle Story realistisch eingepackt wurde. Der große und noch heute bedeutende Maler bekommt mit wenigen Zeilen genauso ein realistisches ansprechendes Gesicht und eine erlebbare Ausstrahlung wie das schüchterne Dienstmädchen Luise, das zu seine Bedienung abgestellt wurde. Fiktion und mögliche Realität weben sich zu einer Einheit, die an die Traditionen großer Erzählkunst nahtlos anknüpft und den Leser mit unsichtbaren Fäden in die Geschichte hineinzieht: Der Genießende wird nach dieser wunderbaren Meistererzählung erst ein mal sein Buch zu Seite legen und die mächtigen Nachbilder wirken lassen.
Eine vollkommen andere literarische Gattung ist der kleine fragmentarische Roman „Nepomuk Quazzelpuzz“. In fünf Kapiteln und damit leider viel zu kurz, handelt dieser phantasievoll von elfjährigen Schüler Friedemann. Friedemann hat die üblichen Schwierigkeiten mit den Eltern, der Schule und mit selbst. Sein Leben verändert sich, als er in seiner Nähe ein zartes kleines Wesen bemerkt, das die großen Leute nicht sehen und hören können. Plötzlich hat der Schüler zwei Ebenen in denen er lebet: Seiner eigenen, mit neuen aufregenden Erkenntnissen und geheimen magischen Wissen gespickten und der alltäglichen, oft unverständlichen der „großen Leute“. Diese verschiedenen Ebenen durchdringen sich und der junge Mensch fängt langsam an, zu erahnen, was die Eltern, die Lehrerin und die größeren Geschwister von ihm wollen und wie er sich selbständig in seinem Umfeld behaupten kann. Nicht nüchtern und rational wie dieser Inhaltangabe kommen die fünf Kapitel daher, sondern voller Farben und Brüche, Emotionen und innerer Kämpfe. Nicht eine verklärte Kindheit, die Erwachsene so gerne aus ihrer Erinnerung herausfiltern wird beschrieben, sondern ein jugendlicher Mensch der zwischen Ankuscheln und Abgrenzen seinen eigenen Weg auch in einem vertrauten Umfeld zu finden sucht. Dieser „innere Sicht“ die nicht nur diesen kleinen Romanhaften Zyklus prägt ist eine der wesentlichen Merkmale der „Augenblicke“. Die Kunst, eine Erzählung nicht nur auf einer Idee, einem Erlebnis aufzubauen, das benötigte Wissen umfassenden parat zu halten und dichtend weiterzuspinnen gestaltet das Buch zu einem Erlebnis. Kessener kann, verdichten und herausarbeiten, Farben setzen, und Imaginationen aufbauen und seine Leser in diese Welt sanft und sicher mitnehmen. Nicolaus Kessener kann Kurzgeschichten schreiben. Es steht zu hoffen, dass die vorliegenden „Augenblicke im Leben“ nur ein vorzüglicher Auftakt zu weiteren und ausführlicheren Werken sind. Die Augenblicke sollte man auf jeden Fall auf dem Schreibtisch deponieren, denn es lohnt sich sehr, sie mehrfach festzuhalten und zu genießen.

Markus Feuerstack


Nicolaus Kessener
„Augenblicke im Leben“
Mohlandverlag
ISBN 978-3-86675-066-1
Preis 12 Euro

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Dienstag, 15. Juli 2008

Grosse Kunst auf kleiner Bühne

Grosse Kleinkunst auf kleiner Bühne

Figurentheather Eröffnung - Portraits

Am vergangenen Wochenende stellte sich das „Figurentheater im Kabuff“ der Öffentlichkeit vor. Geladene Gäste aus der Kulturszene sowie viele Kinder feierten gemeinsam mit der Puppenspielerin Cordula Thonett und einem bunten Programm die Gründung des Puppentheaters und –Atelier in der Rendsburger Strasse 100.
Cordula Thonett ist in Eckernförde schon während der Kreistheatertage und des Piratenspektakels als Figurenspielerin und Puppenbauerin in Erscheinung getreten. Auch ihre Bemühungen den Karneval aus ihrer Heimat Köln in Eckerförde heimisch zu machen fanden viel positive Resonanz.
Mit einem witzigen und bunten Programm weihte sie nun ihre neue Wirkungsstätte ein. Am Nachmittag bauten zahlreiche Kinder Stabpuppen aus Kochlöffeln und konnten unter professioneller Anleitung gleich damit improvisierte Stücke aufführen. Gegen 18 Uhr begrüßte Eckernfördes Kulturbeauftragter Sven Wlassack die zahlreichen Gäste, die sich dicht gedrängt in den intimen Zuschauerraum versammelt hatten. Öfters unterbrochen von dem Manager des Theaters, Mr. Mereuro. Der Manager, eine der neuen Kreationen der umtriebigen Cordula Thonett, hatte seinen ersten Auftritt und wirkte noch etwas nervös. Kein Wunder, ist er doch das jüngste Kind in der zahlreichen Puppenfamilie der neu geschaffenen Experimentierbühne. Wlassack würdigte Cordula Thonetts künstlerischen Lebenslauf mit Stationen in Irland, Portugal und Köln. Als Schöpferin kreativer Figuren war sie im rheinischen eine gefragte Puppenbauerin und hat und anderem für das Fernsehen die Figuren von "Berni und Ert" erstellt. Ihre erste Wirkungsstätte in Köln war eine Abstellkammer – für Zuschauer und Akteure gab es insgesamt 12m2 Aktionsflächen. Jetzt hat sie in der Rendsburgerstraße nach einem halben Jahr Umbauzeit eine Probenbühne mit ca. 50m2, in der 30-50 Zuschauer unterkommen können.
Zur Eröffnung stellten sich einige Puppen vor. Beeindruckend war der zweiköpfige Drache. Jakopp und Neinkopp liegen ständig im Streit miteinander und können doch nur gemeinsam agieren. Die als ältere Dame mit sehr losem Mundwerk und viel überschäumender Lebensfreude bereits bekannte Clara Korn zeigte ihre gesanglichen Qualitäten, nachdem sie ihre Puppenführerin hinter den Vorhang verbannt hatte und Ersie Das eröffnete sein „Scheinamt“ und verteilte Narrenscheine. Musikalisch hatten begabte junge Künstler beeindruckende Leistungen zur Eröffnung zu präsentieren. Mila Thonett (13) debütierte als Gesangssolistin, und Ruben Beier zeigte mit Bodyperkussion, das Klangerlebniss und Tanz zu einer perfekten und gekonnten Synthese zusammen kommen können. Dominik Kessener und Benjamin Schulte, als Duo Caldera beeindruckend mit eigenen und übernommenen Liedern. Ihre Musik, die von mitreißender Spielfreude und hohem künstlerischen Vermögen zeugte begeisterte das Publikum sichtlich. Dieses wurde allerdings auch hin und wieder deutlich verunsichert, da Gabriele Pahms vollkommen mit ihrer Rolle als Journalistin Frau Pams verwachsen, zeigte, dass der lokalen Presse eigentlich die volle Aufmerksamkeit einer Veranstaltung gebühre. In jeder kleinen Umbaupause wurde das Publikum mit Interviews und Fotoaufstellen beschäftigt.
Cordula Thonett wird in ihrer neuen Wirkungsstätte nicht nur ihr bewährtes Suchtstück präsentieren sonder auch allein und mit Interessierten Puppen bauen. Neue Stücke, die sie gerne auch über schwierige Themen entwickeln sollen hier Premiere feiern und sie überlegt eine kleine Spielergruppe aufzubauen und Kooperationen mit sozialen und kirchlichen Einrichtungen anzustreben. Weiterhin steht sie aber auch für Auftritte bei Kindergeburtstagen und Aktionen bei den Poratentagen außer Haus zu Verfügung. (fst)
Kontakt: Ciordula Thonett, Figurentheater im Kabuff, Rendsburgerstr. 100, Tel. 88 37 72, www.narrenschein.de










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Samstag, 9. Februar 2008

Menschen Fasching Aleu 2008






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Mittwoch, 27. Juni 2007

EZ: Narrenschein für Barierefreiheit

Narrenschein für Barierefreiheit
Eckernförde


Der 5. Mai ist der „Europäische Protesttag für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“. Deshalb trieb es Menschen mit Behinderung auf die sonnige Staße um im bunten Marktgetümmel auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Gleichzeit macht der Beirat für Menschen mit Behinderung auf die Aktionswoche in Eckernförde aufmerksam. Vom 5.- 11. Mai werden viele bunte Veranstaltungen auf die Anliegen aufmerksam machen. Am Sonnabend zog „Ersie“, der bunte Narr an der Hand der Puppenspielerin Cordula Thonett alle Blicke und viele Lacher auf sich. Ein strenges Examen galt es zu absolvieren, bis die Zuschauer den begehrten „Narrenschein“ mit nach Hause nehmen durften. So wurde auch Magda Franzke, unermüdlich Sprecherin der Mensch mit Behinderung in Eckernförde hart von der frechen Puppe rangenommen. „Wie schreibt man Leben“ fragte der Narr und man konnte deutlich das hintersinnige Lächeln in dem freundlichen Filzgesicht sehen. Die närrische Antwort: „Das schreibt man nicht, das geniesst man“. Neben Fragen wie „was würdest Du den gerne mal auf den Kopf stellen?“ und „Was ist der Unterschied zwischen schwindeln und Lügen?“ musste sich Magda Franzke auch als Zeitungsleserin outen: „Glaubst du alles was in der Presse steht?“ Doch Magda vertraut ihrer Zeitung und ganz selbstbewusst meinte sie: „Wenn ich mal nicht einverstanden bin, dann schreibe ich einen Leserbrief“. Zum Abschluss des närrischen Examens hatte Ersie noch eine spezielle Frage: „Wie ist das, wenn man besoffen Rollstuhl fährt?“ Obwohl wohl selbst kaum betroffen wusste die Rollstuhlfahrerin Magda Franzke auch drüber genau Bescheid. Den Rollstulführerschein kostet es nicht, aber das Gefährt wird stillgelegt und damit die Mobilität des Behinderten empfindlich eingeschränkt. Also besser nicht ausprobieren, so närrisch muss man ja nicht sein. Das bestandene Examen zum Narren wurde mit einem vielfach bestempelten Narrenschein gekrönt. Auch viele Kinder und Erwachsene bewarben sich um die begehrte Auszeichnung, es ist anzunehemen, dass Eckernförde närrischen Zeiten entgegengeht. Ernst ist es den Menschen mit Behinderung mit ihrem Anliegen die Stadt Barierefrei zu gestalten. Am Montag um 17 Uhr ist die Eröffnungsveranstaltung der Aktionswoche im Rathaussaal. Am Donnerstagabend wird als kulturelles Highlight bei einer Benefizveranstaltung Sigi Siemsen und Tochter Valentina in der Siegfriedwerft singen.





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Samstag, 17. Februar 2001

Veranstaltung: Figurentheater

Herzliche Einladung zu:
"Spieglein, Spieglein an der Wand ....
... und dann ist sie weggerannt"

frei nach Gebrüder Grimm

















Theater mit Figuren aus Kochlöffeln, Spülbürsten und Würstchenzangen

Ein Stück für Menschen von 4 bis 104 Jahren.
Dauer 60 Minuten

Mehr Info unter www.figurentheater-im-kabuff.de
Kinder 5,- / Erwachsene 7,50 Euro

Februar
21.2. So. 16:00 Uhr

März
10.3. Mi. 15:00 Uhr
27.3. Sa. 15:00 Uhr

April
2.4. Fr. 15:00 Uhr
16.4. Fr. 18:00 Uhr
18.4. Sa. 16:00 Uhr

Gruppen ab 20 bis (je nach Körpergrößen) 50 Personen, können eine Vorstellung
als "Geschlossene Gesellschaft" zu vereinbarten Terminen buchen,
z.B. an Geburtstagen, Gruppenausflügen...
geeignet für Theaterinteressierte ab 4 Jahre


Bei allen Vorstellungen gilt: Nur wer sich anmeldet hat den Platz sicher.

Figurentheater im Kabuff Cordula Thonett
Rendsburgerstr. 100
24340 Eckernförde
04351-883772
cordula@figurentheater-im-kabuff.de
http://www.figurentheater-im-kabuff.de



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