Samstag, 13. Februar 2010

Am Sonntag ist Ehrenamtsmesse, Eine Homage

Wider das Ehrenamt!

Eine Polemik

Anruf bei einem freien (sprich selbstständigen) Journalisten: Ober er einen Artikel schreiben könne, über eine Person des öffentlichen Lebens, ca. 10 Seiten, 5 Fotos….
„Ich schreibe nur für Geld“ so die vorsichtige Antwort des Schreiberlings. „Bei uns wird alles ehrenamtlich gemacht, sogar das Jahrbuch“ kommt der Konter des Gesprächspartners, der als ehemaliger Beamter eine nennenswerte Pension sein eigen nennt. „Aber es gibt eine Aufwandentschädigung“. Der Journalist überlegt: Kein Auftrag heisst auch keine Einnahmen. Die Zeiten sind mau, längst sind seine monatlichen Verdienste unter den Satz von Hartz IV gesunken. Jeden Monat aufs Neue heisst es Bangen, ob die Miete und der Strom bezahlt werden können. Klar versucht er zu verhandeln, das Angebot der Ehrenmenschen mit Amt lautete auf 200 Euro für 10 Seiten Text mit fünf Fotos. Und der Aufwand? Zwei Gesprächstermine a eineinhalb Stunden plus jeweils eine Stunde Vorbereitung, zehn Stunden Recherche, zwei Fototermine mit insgesamt fünf Stunden, Bildbearbeitung von ca. 60 Fotos zur Auswahl, pro Bild vorsichtig geschätzte 30 Minuten. Sind rund 50 Stunden. Geht auch schneller, aber nicht besser. Der Artikel ist dabei noch nicht geschrieben, die Bänder abtippen lassen kostet auch schon fast einen dreistelligen Betrag.
Ja, 200 Euro sind viel Geld. Fast die halbe Monatsmiete, wenn man den Strom und die anderen Fixkosten einrechnet eher ein Drittel. Wie die Kamera und die Computer bezahlt wurden, dürfte hier ja egal sein? Und womit man die Versicherungen und anderen Kosten leistet, die ein selbständig arbeitender Mensch von seinem Staat aufgebrummt bekommt wohl auch? Die Ehrenämtler sind der vollen Überzeugung, dass das was sie leisten mit ihrem Jahrbuch, ihrem Verein und ihren vielen hundert Stunden unentgeltlicher Arbeit eine Bereichung für die Menschheit ist. Ist es auch, auch ich blättere gerne in ihren Büchern. Doch da, wo diese Menschen, die fast alle einen besonders gesicherten finanziellen Hintergrund haben, andere beauftragen (oder muss man hier schon erpressen sagen? Nein so böse Begriffe gibt es in der heilen Welt der sozial tätigen nicht) für sie zu arbeiten, stimmt das Konzept nicht. Natürlich zahlt dieser Verein an (akademische) Vortragsredner bei Veranstaltungen die üblichen Honorare. Diese Menschen haben den Vorzug bei ihnen nicht Mitglied zu sein, einen festen Arbeitsplatz zu haben und überhaupt nicht erpressbar zu sein. Entweder es wird anständig gezahlt oder der Herr Doktor bleibt zu Hause.
Unser Journalist hat keine Auswahl. Er muss annehmen, egal wie viel Arbeit er für unter drei Euro die Stunde zu leisten hat. Da sein Name unter dem Artikel stehen wird, kann er sich auch nicht mit oberflächlicher und schlampiger Arbeit aus der Affäre ziehen. „Scheiss Kapitalismus!“? Neinja! Die sogen. „soziale“ Marktwirtschaft funktioniert mit dem Bild einer Vollbeschäftigung, in der gut versorgte Bürger in ihrer Freizeit sinnvolles für das Gemeinwohl leisten können und sollen. Leider haben sich die Zeiten geändert. Das Heer der Arbeitslosen, die mit Garantie nie wieder einen Job finden werden, ist Legion. Hartz IV Empfänger sind besser versklavt durch Bürokratie und Amputation ihrer Würde als die lebendige Ware auf antiken Märkten. Damals wie heute ist diese Unterdrückung und Ausbeutung streng im Rahmen des Gesetzes. Aber diejenigen die solche Gesetze machen singen das hohe Lied des Ehrenamtes: Sie sind nicht betroffen und werden es nie sein. Betroffen sind Kleinunternehmer und Angestellte, die auch wenn sie heute noch einen Job ihr Eigen nennen, morgen vielleicht schon die Seiten wechseln müssen. Und dann erst mal gezwungen werden ihre Ersparnisse, die sie für die Ausbildung der Kinder sich abgerungen haben, aufzufressen. Dann sind diese sogar froh, für drei Euro die Stunde arbeiten zu dürfen. Natürlich findet das bürgerliche, durch beamtung gesicherte Mittelfeld ihre Welt in Ordnung. Sie haben ja diese Politiker auch gewählt, werden es wieder tun und sind mit sich, ihrem Ehrenamt (für das vielleicht sogar mal einen Orden gibt!) vollkommen zufrieden. Das ist eine Ehre. Ist es auch eine Ehre für den (un)genannten Verein hungern zu dürfen?(fst

Labels: ,

Freitag, 5. Februar 2010

Preisverleihung onart Stipendium

Besondere* Einladung

in die FRüHSTüCKSBüHNE am Sonntag, den 7.Februar 10 um 12 h
mit dem Thema:
Recycling, das Unmöglichste aus 80 Monaten Frühstücksbühne

Soweit bereits verbreitet - jetzt das Besondere*:

Diese Frühstücksbühne wird mit einem besonderen Highlight aufwarten:
Die Vergabe des neu gegründeten onart Stipendiums an seinen ersten Kandidaten.

Onart Stipendium für konsequente Kunst in Leben und Werk.

Das Stipendium wird unregelmäßig bei Bedarf an Menschen verliehen, die eigenständig ihr Leben oder ihre Werke künstlerisch entwickeln, ohne Rücksicht auf finanziellen Erfolg oder den Beifall des Publikums.

Die Stipendiaten werden in diesem Sinne entweder für ihre Lebensführung oder für Werke ausgezeichnet. Sie sind damit im Sinnes des Stiftungsrates Künstler.
Nähere Infos unter: http://bit.ly/dgkCZ0

Markus Feuerstack Marianne Tralau

Labels: , , , , , ,

Mittwoch, 3. Februar 2010

EZ: Georg Bettermann

Gerhard Bettermann Bilder aus Eckernförde und dem Rest der Welt.

Einer der interessantesten Maler die in der norddeutschen Region wäre im Februar 100 Jahre alt geworden. Das Eckernförder Museum widmet Gerhart Bettermann eine Sonderausstellung und zeigt unter dem Motto „In Schwansen und der Welt zuhause“ spannende Teilaspekte des ungewöhnlichen Künstlers.
Gerhart Bettermann wurde am 23. Februar 1910 in Leipzig geboren, er absolvierte auf Druck seiner Eltern, die einer künstlerischen Laubahn ablehnend gegenüber standen, eine Schlosserlehre.
Bereits während der Ausbildung begab er sich auf umfangreiche Wanderungen. So als 1927 die sächsischen Metallarbeiter streikten und daraufhin ausgesperrt wurden, wanderte er mehre Wochen durch den Odenwald und am Rhein. Unterwegs zeichnete er um die Reise zu finanzieren. Heimlich hatte er zuvor im heimischen Leipzig bereis Zeichenunterricht genommen.
Weitere ausgedehnte Reise und Wanderungen sollten folgen, zumal er sich nach der Gesellenprüfung entschloss, die künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Ausgedehnte Reisen durch ganz Europa folgten in denen viele Skizzen entstanden, die er daheim in Holz- und Linolschnitten ausarbeite.
1929 schloß es sich der „Künstlergruppe der internationalen Bruderschaft derVagabunden“ an zusammen mit Gregor Gog, Hans Tombrock und Hans Bönnighausen, bis 1933 fanden über 30 Ausstellungen statt. .
Als Debütant beteiligte er sich an der 1. Großen Leipziger Kunstausstellung und erhielt für das Gemälde "Arbeitsloser in der Dachkammer" den 1. Preis des Landes Sachsen.
Bei seinen ausgiebigen Wanderungen, die ihn bis nach Ägypten führten, interessiert er sich besonders auch für die sozialen Verhältnisse und er versucht, das Typische in Landschaftsbildern festzuhalten.
Da er befürchtete wegen seinen sozialkritischen Interessen und seiner mitgliedschaft in der „ASS“ (Association revolutionärer Kunstler Deutschlands) politisch verfolgt zu werden, siedelt er 1933 in den Norden Deutschlands um. 1934 kaufte er in Emers bei Winnemark eine Tagelöhnerkate und lebte von Gelegenheitsarbeiten, seit 1935 verheiratet mit der in Leipzig geborenen Malerin Glore Becker.*
Kriegsteilnahme und Gefangenschaft erzwangen ab 1945 einen Neubeginn. 1953 gründete er ein Künstlerhaus bei Winnemark an der Schlei. Ausgedehnte Reisen, oft mit Künstlerkollegen zusammen führten zu einer Vielzahl von Reisebildern.
1954 gründete Bettermann den Landesberufsverband der Bildenden Künstler in Schleswig-Holstein mit und war bis 1970 als dessen 1. Vorsitzender tätig. 1956 beteiligte er sich an der Gründung der "Gruppe 56", welche regelmäßig Ausstellungen veranstaltete. 1992 verstarb Gerhart Bettermann 82jährig in seinem Malerhaus an der Schlei und erhielt auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine Seebestattung. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Künstler Schleswig-Holsteins.

Zum hundertsten Geburtstag Gerhard Bettermanns ist die Eckernförde Ausstellung der Auftakt einer Kooperation mit dem Künstlermuseum Heikendorf und dem Kunsthaus Hänisch in Kappeln, die den "ganzen" Bettermann mit verteilten Schwerpunkten vorstellen werden. Das Museum Eckernförde biete einen konzentrierten Blick auf den Landschaftsmaler Gerhart Bettermann, beginnend bei den Graphiken und Malereien seiner Ägypten- und Südosteuropareisen der 30er Jahre über die Italien- und Jugoslawienreisen der 50er und 60er Jahre bis hin zu den hiesigen Motiven der frühen 80er Jahre. (fst)

Museum Eckernförde
Laufzeit: 31. Januar bis 14. März 2010
Öffnungszeiten:
di – sa 14.30 – 17 Uhr, so 11 – 17 Uhr 

Publikationen:
Zur Ausstellung erscheinen 2 Museumssammelblätter (je 0,50 Euro)
Begleitende Veranstaltungen:
Führungen am 11. Februar um 15.00 Uhr, am 4. März um 15.00 Uhr und am 14. März um 11.30 Uhr mit Dr. Uwe Beitz

* lt Museumsblatt mit Johanna Bauch.


 Recherche
Bilder
(Extrem mager, sollte aufgefüttert werden!!!)
Museum Eckernförde


Es gibt von der Heimatgemeinschaft einen Bildband über Bettermann von 1989

Labels: , , , , ,

Donnerstag, 28. Januar 2010

Verleihung des Onart Stipendiums im Rahmen der Frühstücksbühne

Besondere* Einladung

in die FRüHSTüCKSBüHNE am Sonntag, den 7.Februar 10 um 12 h
mit dem Thema:
Recycling, das Unmöglichste aus 80 Monaten Frühstücksbühne

Soweit bereits verbreitet - jetzt das Besondere*:

Diese Frühstücksbühne wird mit einem besonderen Highlight aufwarten:
Die Vergabe des neu gegründeten onart Stipendiums an seinen ersten Kandidaten.

Onart Stipendium für konsequente Kunst in Leben und Werk.

Das Stipendium wird unregelmäßig bei Bedarf an Menschen verliehen, die eigenständig ihr Leben oder ihre Werke künstlerisch entwickeln, ohne Rücksicht auf finanziellen Erfolg oder den Beifall des Publikums.

Die Stipendiaten werden in diesem Sinne entweder für ihre Lebensführung oder für Werke ausgezeichnet. Sie sind damit im Sinnes des Stiftungsrates Künstler.
Nähere Infos unter: http://bit.ly/dgkCZ0

Markus Feuerstack Marianne Tralau

Labels: , , ,

Montag, 25. Januar 2010

onart Videos mit Krach


pubern - ein fognin onart Video

Video - fognin
Kamera - semjon
act - hagen, nicki, anna, kjell, finn u.a.
stimme1 - jelle
stadt - eckenrförde
sound - fognin


ein onart /ig projekt 2010 ø~宆 ⁄© 

natur betrachten 60 Sekunden

ein fognin onart Natur-Video


60 Sekunden für Natur. 
Ein onartfilm mit 
semjon & markus, Kamera. 
Marianne und Semjon als Schauspieler, 
Sound von fognin. 
Und liebe Grüsse an die Greenscreener in Eckernförde
ein onart /ig projekt 2010 ø~宆 ⁄©

natur betrachten - ewig lang
ein fognin onart Video
Hardcore Langweile Version





Die ultra hardcore super langweilig edit Version von Natur betrachten (60 sec)

kamera.............semjon, markus
act...................marianne, semjon
sound...............fognin
#Grüsse an greenscreen in Eckernförde#
es git auch eine kurzversion - die ist ganz anders
ein onart /ig projekt 2010 ø~宆 ⁄©


(c) left 2010 by fognin ø~宆 ⁄© 

Labels: , , , , ,

Montag, 18. Januar 2010

fognin on art

fognin ist onartig

onart ( ø~宆) steht für "onanistische Kunst". Kunst die nichts weiter will, als ihrem Schöpfer zu dienen. Also mir, wenn ich sie gestalte. "Kunst an und für mich".

Ich glaube nicht an Publikum


Meine Erfahrungen mit Ausstellungen sind seltsame. Ich habe drei Einzelausstellungen gemacht, und mich an einigen Gemeinschaftsausstellungen beteiligt. (Als Photograph). Abgesehen, dass sich nur meine Bilder ausstellen lassen, alles andere Probleme bereitet, wenn es an die Wand soll, - was soll das Publikum mit meiner Kunst? Einigen gefällt einiges, anderen nicht. Schön: das ist nicht meine Sache. Weiterhelfen kann mir ein Urteil nicht, jedenfalls nicht von Menschen, die sich selber aussuchen. Interessante Kritiker, an deren Urteil mir etwas liegt, laufen mir nicht zu. Ich muss sie suchen und fragen. Anstrengende Sache, die sich meist lohnt.

Die Bilder (bleiben wir mal beim Photographen, das ist einfacher) die ich mache, verkaufen sich nicht. Einmal habe ich es ernsthaft versucht. Abgesehen davon, dass ich Probleme habe, wenn andere an meinen Werken mehr verdienen als ich, letztlich kann ich mit den Einnahmen kaum die Materialkosten decken, schon gar nicht die benötigte Technik. Für mich lohnen sich Ausstellungen mit Bilder an den Wänden nicht,- warum soll ich daran teilnehmen?

Soll ich jetzt nur im „stillen Kämmerlein“ werkeln? Nein! Gerne stell ich da, wo meine Kosten gering sind (Internet, an meinen eigenen Wänden, etc.) aus. Wen es erfreut, der soll sich freuen. Wer Geschäfte machen will, kann das gerne auch – wenn ich zustimme.

Wichtig ist für mich, das die künstlerische Entwicklung voran geht. Da ich keine Auftraggeber habe und kaum Kritiker, muss ich meine Ziele in mir finden. Ich arbeite hart daran. Und ich glaube zwar nicht an Publikum, aber ich glaube daran:

Kunst entwickelt die Welt.

Sozial, ästhetisch und auf vielen Ebenen. Am wenigsten dort, wo es sich materiell ausbildet. Viele Kollegen arbeiten mit ihren kreativen Fähigkeiten – sagen wir es ganz naiv – an einer besseren Welt. Je weniger diese Mitgestalter Rücksichten nehmen müssen, um so konsequenter können ihre Werke werden. Gut für sie. Gut für mich, denn ihnen verdanke ich meine Schulung.

Ein Netzwerk für sich selbstverpflichtete Kunst

Kreative Werke, die aus dem kompromisslosen Bemühen um Entwicklung entstehen, haben es sicher materiell schwerer, als solche, die für das Publikum geschaffen wurden. Kreative, die mit mir sich bemühen wollen, Konsequent an „sich selbst verpflichteter Kunst“ zu arbeiten, begrüsse ich gerne in der „Interessengemeinschaft für onanistische Kunst“ kurz

onart / ig (ø~宆 ⁄©)

also

fognin onart /ig

ƒø©~⁄~ ø~宆 ⁄©

(Die pseudophonetische Schrift ist reiner Spielkram, gefällt mir allerdings ausgesprochen gut!)


Danke an Marianne, für die Entwicklung.
Danke an SIEMERS für die Begriffskurzfassung!

Labels: , , , ,

Sonntag, 10. Januar 2010

Kontakte

fognin´s Second Live

Bloggs:
fognin:
http://bwveck.net/blogg/
Kulturblogg:
http://blogg.bernsteine.org/

Fotos:
flickr Fotos zum Thema Schmieden und Spiegelungen
http://www.flickr.com/photos/schmieden
flickr Thema Menschen & Landschaft / Stadt
http://www.flickr.com/photos/fognin/
picasa Fotoarchive
http://picasaweb.google.de/fognin


Kommunikation:
aim/icq/ichat: 12297424
facebook: http://de-de.facebook.com/fognin
youtube: http://www.youtube.com/user/fognin
twitter: http://twitter.com/fognin
und damit auch Bild hier ist: Bernstein Kulturkalender


Labels: , , , ,

Donnerstag, 15. Januar 2009

Das Glück – der Anderen


Wenn ein renomierter und nicht gerade kleiner Verlag ein Buch mit Lyrik und gemalten Bildern vorlegt erstaunt dies. Lyrische Veröffentlichung jenseits von Weltliteratur-Autoren sind selten geworden, künstlerische Bände mit Gemälden beschränken sich heute fast immer auf Kataloge oder Sammelwerke. Margit Buß, als Eckernförder Kreative im Bildbereich ist bisher mehr eine stille Grösse. Ihre „MakroArt“ genannten oft gossflächigen und sehr farbstarken Bilder wurden bisher Maschinenhaus und bei kleineren Ausstellungen in unserer Stadt gezeigt. Zusammen mit der Wortgewaltigen Schriftstellerin Dietlinde Hedwig Heckt präsentiert jetzt Margit Buß eine spannende Übersicht über ihre Makroart-Bilder. Dieses künstlerische Verfahren, das auch mit fotografischer Hilfe experimentell Zufälligkeiten aufarbeitet und Erahnbares sichtbar macht, bestich durch seine dichten Farben und zum träumen anregenden abstrakten Buldinhalte. Die Phantasie des Betrachtenden wird stark angesprochen, das abgebildete Bild beginnt zu korrespondieren und bewegt sich weiter. Dieses anhand der Originalbilder stark erlebbare Phänomen ist sogar in dem Buch „Andernglücks“ nachvollziehbar. Wenn der Leser erst die Bilder betrachtet, dann die selbst als Bilder wirkenden lyrischen Zeilen liest und mit dem Auge wieder auf das dazugehörende Bild schaut, verwandet sich dies. Seitenweise sollte man diese doppelte Bilderflut genießen und sie mit Zeit wirken lassen.

Margit Buß hält sich derzeit in Berlin auf um weitere künstlerische Studien zu machen und neue Inspirationen im Frühjahr nach Eckernförde mitzubringen. Bis sie neuen Werke in Eckernförde ausstellt, lohnt es sich, das wohlfeile Bändchen „Andernglücks“ zu studieren.

Andernglücks. Margit Buß (Bilder), Dietlinde Hedwig Heckt (Lyrik).Verlag der Kunst Husum. ISBN 978-3-86530-110-9, 14,95. Bei der Buchhandlung am Gänsemarkt vorrätig (fst)

Labels: , ,

Sonntag, 16. November 2008

Groteskes Weinseminar

Groteskes Weinseminar



Bei Römer und Wein steppte die Kellnerin auf dem Tisch.

Wenn in einem kleinen aber sehr feinen Weinbistro plötzlich eine alte Dame auftaucht und die Gäste über den richtigen Weingenuss, sowie die Verabreichung von Handküssen belehrt und dabei jede Menge lustiger Sprüche macht, dann dürfte dies kein Zufall sein. Madame Euphrosine, grauhaarig, klein, alt, schwer am Stock gehend, aber unermüdlich und mit ständig blitzenden Augen hinter der runden Brille- das kann doch nur Pamms Aktionstheater mit Gabriele Pahms sein. Eine ausgesprochen witzige Kombination, die in der ausverkauften Weinstube von Römer und Wein sehr gut ankam. Die gelungene Mischung aus durchaus ernstgemeinte Informationen, teilweise assistiert von dem sachkundigen Uwe Römer, urkomischen Sprüchen und einen ständigen, liebevoll ironischen Kontakt zu dem begeistert mitspielenden Publikum schuf eine gelöste weindurchtränke Stimmung. Ob die Komische über die Weisheit des Weines philosophierte oder den anwesenden Herren galantes Benehmen beibrachte, stets wurde gelacht. Geschickt wurde auf den Spruch „die Art des Weines weist auch auf den Charakter des Trinkers hin“, vom Publikum eine umfassende Weinbeschreibung abgefragt, die dann mit leichten Schwung auf einen der Geniesser weiter gegeben wurde. Bei den Piratentagen hatten sich Uwe Römer und Gabriele Pahms kennengelernt, als die Aktionsschauspielerin als Magister Wiegbold schwadronierend durch die Stadt gezogen war und der Weinfachmann mit „Piratenblut“ die Piratenfreunde köderte. Das launige Weinseminar, das gleichermaßen gekonnte Unterhaltung, aufsehen erregendes Aktionstheater, Wissen und Anekdoten über Wein und ganz viel gute Laune vermischte, sollte fortgesetzt werden, auch wenn dabei ältere Damen wilde Stepptänze aufführen. Aber die Besucher sollten dann doch auch einen der Sprüche von Madame Euphrosine beachten: „Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker“ (fst)

Labels: , ,

Gekonnte Augenblicke

Ein Eckernfördebuch für literarische Innenräume








Augenblicke im Leben“ so lautet der Titel eines ganz frisch im Mohland Verlag erschienen Buches von Nicolaus Kessener mit Kurzgeschichten. Und wie Augenblicke Kontaktaufnahmen und kurze Zeiträume gleichermaßen sind, Momente und Begegnungen, so lässt der Autor in kompakter Form oft besondere Situationen, Erlebnisse und damit verbundene Gedanken vor dem Leser entstehen. Dabei reicht das Spektrum der behandelten Themen erstaunlich weit. Da ist die Krimistory, in der seltsame Todesfälle an einer Autobahnraststätte, die Kripobeamten fast verzweifeln lassen. Die Leichen waren unheimlich zugerichtet, stets passierten neue unheimliche Todesfälle an der selben Stelle und kein handfester Hinweis lies auf einen sadistischen Mörder schließen. Durch mühsame Kleinarbeit und hellwache Beobachtung findet dieser Fall ein überraschendes Ende. Gehobene Lektüre für Krimifans. Aber nur einer der vielen Augenblicke des Lebens, wenn auch ein Spektakulärer. Auch die Geschichte von dem Mann, der Mittelalt oder wie man heute eher sagt, als Jungsenior auf Brautschau geht und unerwartete fast banale Hindernisse trifft. Wie peinlich, und beim Lesen nachvollziehbar ist der Besuch in einem Eckernförder Strandcafeé, angetan mit dem neuen Sakko an dem protzig das Preisschild baumelt: 395 Euro.
Fast alle Geschichten spielen rund um und in Eckernförde und geben einen intimen, sehr persönlichen Lokalkolorit der Ostseestadt wieder. Nicht Zweck des Buches ist die kleine Stadt mit dem schönen Strand, sondern gekonnte Dekoration. Die meisten handelnden Personen in dem Erzählband haben hier ihren Lebensmittelpunkt. So wie auch der Autor, Nicolaus Kessener der in der Nähe von Eckernförde lebt. Vielfältige berufliche Stationen wurden zu einem breiten Erfahrungsspektrum: Germanistik mit Lehramt, Dokumentar, Familientherapeut, Lehrer und Trainer um nur einige markante Punkte zu nennen. 2005 gewinnt Kessener mit seiner Geschichte „Das Bild“ einen Schreibwettbewerb des Museum Eckerförde. Die sehr eindringliche und bewegende Geschichte spielt in der Zeit von Carl Bössenroth (1863-1935) in Eckernförde. Der Autor lässt die alte Fischerstadt erstehen und beschreibt einfühlsam die Schnittstelle zwischen der vornehmen Gesellschaft die in den üppigen Landgütern rund um die Stadt einen großen Haushalt führt und den armen Fischern und Dienstleuten, die in der unteren Stadt ihren schweren Handwerken nachgehen und in beengten Häusern im Dunst der Räuchereien leben. Der wiederholte Besuch der bekannten und anerkannten Malers führt zu einer Begegnung mit einem einfachen Dienstmädchen und Fischerfrau – mit einem unerwarteten Ende. Gerade an dieser Geschichte lässt sich die farbige Arbeitsweise des begabten Autors wunderbar miterleben. Auf journalistisch recherchierter Fakten- und Ortkenntnis aufbauend, entsteht ein stimmiges Bild. Die Details sind wie feine Gewürze, unauffällig eingewoben, unaufdringlich aber stilbildend angewandt, ermöglichen ein Zeitgemälde in der die phantasievolle Story realistisch eingepackt wurde. Der große und noch heute bedeutende Maler bekommt mit wenigen Zeilen genauso ein realistisches ansprechendes Gesicht und eine erlebbare Ausstrahlung wie das schüchterne Dienstmädchen Luise, das zu seine Bedienung abgestellt wurde. Fiktion und mögliche Realität weben sich zu einer Einheit, die an die Traditionen großer Erzählkunst nahtlos anknüpft und den Leser mit unsichtbaren Fäden in die Geschichte hineinzieht: Der Genießende wird nach dieser wunderbaren Meistererzählung erst ein mal sein Buch zu Seite legen und die mächtigen Nachbilder wirken lassen.
Eine vollkommen andere literarische Gattung ist der kleine fragmentarische Roman „Nepomuk Quazzelpuzz“. In fünf Kapiteln und damit leider viel zu kurz, handelt dieser phantasievoll von elfjährigen Schüler Friedemann. Friedemann hat die üblichen Schwierigkeiten mit den Eltern, der Schule und mit selbst. Sein Leben verändert sich, als er in seiner Nähe ein zartes kleines Wesen bemerkt, das die großen Leute nicht sehen und hören können. Plötzlich hat der Schüler zwei Ebenen in denen er lebet: Seiner eigenen, mit neuen aufregenden Erkenntnissen und geheimen magischen Wissen gespickten und der alltäglichen, oft unverständlichen der „großen Leute“. Diese verschiedenen Ebenen durchdringen sich und der junge Mensch fängt langsam an, zu erahnen, was die Eltern, die Lehrerin und die größeren Geschwister von ihm wollen und wie er sich selbständig in seinem Umfeld behaupten kann. Nicht nüchtern und rational wie dieser Inhaltangabe kommen die fünf Kapitel daher, sondern voller Farben und Brüche, Emotionen und innerer Kämpfe. Nicht eine verklärte Kindheit, die Erwachsene so gerne aus ihrer Erinnerung herausfiltern wird beschrieben, sondern ein jugendlicher Mensch der zwischen Ankuscheln und Abgrenzen seinen eigenen Weg auch in einem vertrauten Umfeld zu finden sucht. Dieser „innere Sicht“ die nicht nur diesen kleinen Romanhaften Zyklus prägt ist eine der wesentlichen Merkmale der „Augenblicke“. Die Kunst, eine Erzählung nicht nur auf einer Idee, einem Erlebnis aufzubauen, das benötigte Wissen umfassenden parat zu halten und dichtend weiterzuspinnen gestaltet das Buch zu einem Erlebnis. Kessener kann, verdichten und herausarbeiten, Farben setzen, und Imaginationen aufbauen und seine Leser in diese Welt sanft und sicher mitnehmen. Nicolaus Kessener kann Kurzgeschichten schreiben. Es steht zu hoffen, dass die vorliegenden „Augenblicke im Leben“ nur ein vorzüglicher Auftakt zu weiteren und ausführlicheren Werken sind. Die Augenblicke sollte man auf jeden Fall auf dem Schreibtisch deponieren, denn es lohnt sich sehr, sie mehrfach festzuhalten und zu genießen.

Markus Feuerstack


Nicolaus Kessener
„Augenblicke im Leben“
Mohlandverlag
ISBN 978-3-86675-066-1
Preis 12 Euro

Labels: , , ,

Samstag, 8. November 2008

Zwischen Bild und Objekt

In der kleinen aber eigenwilligen Galerie „Atelier Jungfernstieg 85“ sind unter dem Motto „Geschichten mit Farbe und Fundstücken“ Exponate von Friederike Thaler zu sehen. Die Künstlerin wurde 1948 in Chile geboren, wuchs aber in Deutschland auf. Zahlreiche Ausstellungen, auch international, zieren die Vita der Künstlerin, die in Hamburg, Hannover und Salzburg ihre Studien absolvierte. Im Jungfernstieg sind abstrakte Werke zu sehen, deren starke Farbigkeit sich als erster Eindruck aufdrängt. Farben, aber nicht bunt ist dieser Eindruck beim fragenden nachblicken und immer wieder ein warmes rot, das unauffällig wirkt aber sehr präsent ist. In den Bildern, sind teilweise nicht malübliche Materialien integriert: Ein grosses Stück Kupfer, vordem sicherlich anders bereits bearbeitet blinkt aus einem Bild und gibt dem Bild eine dreidimensionale Kontur, es wird zum Objekt für die Wand. Auch übermaltes Eisen in Verbindung mit Sisal ist zu entdecken, nd türmt sich zu gestalteten Landschaften auf. Viele der Motive sind auf Reisen entstanden und geben Landschaft und Reiseeindrücke wieder, die sich aber nicht als festhaltendes portraitieren zeigen, sondern den Fluss und die Eindrücke des bewegenden Wahrnehmens treffend verdeutlichen. Einige der Bilderobjekte von Friederike Thaler sind auf der Grundlage von eingearbeiteten Fotos entstanden, die als solche aber nicht mehr in Erscheinung treten. Bei der Eröffnung am Sonnabend führte die Schleswigerin Doris Rüstig – Ladewig kenntnisreich und sensibel in das Werk ein und beleuchtete auch die Schnittstellen zwischen Biographie und den Bildern und Objekten von Friederike Thaler. Eine weitere Motivserie ist als filigrane Objekte ausgeführt. Aus handgeschöpftem Büttenpapier aus Korea (aus Maulbeerbaumrinde) entstanden hingehauchte Skulpturen, die die Künstlerin ironisch als „Kunst am Stil“ bezeichnet. Die Ausstellung im Atelier Jungfernstieg 85 ist Di. –Do. 15 – 18 Uhr und Sonntags 16 – 18 Uhr geöffnet und endet am 29.11.2008. (fst)

Labels: ,

Dienstag, 8. Juli 2008

Sinnflut

„Sinnflut“ auf dem Rathausmarkt


Für zufällige Passanten war am Sonnabend das Bild auf dem Rathausmarkt sehr überraschend: Um eine Bühne auf der verschiedene „Psychedelische Bands“ spielten gruppierten sich bunte Scharen von meist jugendlichen Besuchern. Ein normales Konzert konnte dies wohl kaum sein, denn selbst die Bühne zeigte eher Wohnzimmercharakter mit Zierpflanzen und bunten Transparenten, ohne jede werbende Aussage. Dafür war im Publikumsbereich ein „Outdoor Wohnzimmer“ aufgebaut, auf verschiedenen Sofas und Sesseln konnte entspannt den Klängen der drei Bands gelauscht werden und in den Umbaupausen fanden angeregte Gespräche zwischen jung und alt statt. Stände vom grünen Haus und Amarylis mit Mineralien boten ein bescheidenes Angebot mit alternativen Waren an, und nur ein Bierverkaufstand sorgte für Erquickung zu ungewöhnlich zivilen Preisen. Das Rätsel der Veranstaltung wurde auf bunten Plakaten gelöst: Unter dem Titel „Sinnflut“ hat ein sich neu gründender Verein von jüngeren Menschen ein erstes Fest in der Innenstadt organisiert. „Wir wollten eine Mischung aus Konzert und Straßenfest machen“ erzählt einer der Organisatoren. Bereits seit dem Herbst 2007 versuchten die jungen Menschen, die durchgängig unter 25 Jahre alt sind, eine Kulturveranstaltung in Eckernförde für Ihresgleichen zu organisieren. Vielfältig und scheinbar unüberwindlich schienen die bürokratischen Hürden. Die Idee, auf einer Demonstration den fehlenden Freiraum für Jugendkultur in unserer Stadt zu beklagen, ließen sie schnell wieder fallen: „Wir wollten uns nicht negativ abgrenzen, sondern zeigen, dass wir mit viel Phantasie und guten Ideen eigenes auf die Beine stellen können. „ erzählt Finn Mayeres. Also suchten sie weiter das Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt. Mit dem Kulturbeauftragten und dem Bürgermeister fanden sie Mitstreiter, die grundsätzlich ein offenes Ohr auch für Jugendbelange haben. „Wir wollten den Jugendlichen eine Gelegenheit geben, auch mal ihre eigenen Vorstellungen zu realisieren“ formuliert es Sven Wlassack.

So wurde aus dem geplanten größeren Festival erstmal ein Straßenfest mit Konzert. Auch für das leibliche Wohl wurde durch einen jungen Koch gesorgt, Kinder jeglichen Alters konnten sich schminken lassen und die vielen Ordner suchten vergeblich nach Problemen. Die Organisatoren zeigten deutliches Interesse die Auflagen pünktlich einzuhalten. Punkt zehn bedankten sie sich beim Publikum dass das frühe Ende geduldig hinnahm und unmittelbar nach Ende des Programms bereits mit dem Einsammeln vom Müll begann. Natürlich zeigten auch einige Anwohner Unmut, fanden, die Musik zu laut und sicherlich auch zu fremd. Es bleibt so die Frage offen, ob Eckernförde groß und offen genug ist, auch zukünftig Veranstaltungen jenseits von Mainstream und Kommerz zu ermöglichen. Für die jugendlichen Organisatoren, die anschließend sichtbar geschafft aber auch ein bisschen stolz wirkten, keine Frage: „Wir haben noch viele phantasievolle Ideen für Veranstaltungen in unserer Stadt, für Jugendliche und den Dialog Jung und Älter“ (fst)

BU:
ez_103628_2008-07-05_fognin_somsturm_raw.jpg

Tanz und „Headbanging“ vor der Bühne

ez_103635_2008-07-05_fognin_somsturm_raw.jpg
dito

ez_103941_2008-07-05_fognin_somsturm_raw.jpg








Posted by Picasa

Labels: , ,

Sonntag, 29. Juni 2008

Chinesische Zeichen im Kaffeehaus

Chinesische Zeichen im Kaffeehaus
Eckernförde 2008-06-29

Großmeister der Kunst aus China in Reproduktionen und im Originalen schmücken die
Wände des stilvollen Kaffees der Familie Heldt in der Nicolaistrasse.
Falko Windhaus, der nächste Woche in seiner Galerie66 eine große Ausstellung mit dem
chinesischen Meister Hao Xiaoshi zeigen wird, dekorierte die Wände im gemütlichen
vorderen Raum neu. Die Exponate, Bilder mit kaligraphischen Schriftzeichen, natur- und
Menschenmotiven und chinesische Bücher in Laparello-Faltung, stammen aus den
Sammlungen von Wei Qian und Peter Jochimsen. Einige Bilder sind zugunsten des
Baumhausprojektes verkäuflich. Die chinesische Malerei, oft in Tusche ausgeführt, ist für die
deutschen Betrachter oft sehr rätselhaft. Die chinesischen Künstler haben traditionell einen
starken Bezug zur Natur. Gerne vermengen sie literarische Elemente, wie besondere
Gedichte mit ihren Bildern oder Kalligraphien. Gerade die Buchstaben, oder besser
Schriftzeichen haben eine hohe ästhetische Ausstrahlung. Die oft traditionellen Gedichte
sind auch für heutige Chinesen nur mit Mühen oder gar nicht zu lesen. Die Bilder, und auch
besonders die ausgestellten Plastiken haben vielfach Symbolgehalt und sollen ihren
Besitzern Reichtum oder Glück sichern. Praktische alle Bilder sind mit Stempeln signiert.
Dem Kundigen erschließt sich daraus der Urheber, die Region seiner Tätigkeit und die Zeit
der Entstehung. Solche Stempel, die als kleine Plastiken gestaltet wurden, werden ab
nächsten Sonnabend in der Ausstellung in der Galerie66 auf dem Baltic Sea International
Campus zu sehen sein. Wer lieber europäische Bilder betrachten will, sei auf den hinteren
Raum im Kaffeehaus Heldt verwiesen. Dort hängen einige Katzenbilder von Falko, darunter
auch Werke, die erst dieses Jahr entstanden sind. Eine Fundgrube von selteneren Werken
für die Freunde des Eckernförder Künstlers. (fst) Großmeister der Kunst aus China in Reproduktionen und im Originalen schmücken die Wände des stilvollen Kaffees der Familie Heldt in der Nicolaistrasse. Falko Windhaus, der nächste Woche in seiner Galerie66 eine große Ausstellung mit dem chinesischen Meister Hao Xiaoshi zeigen wird, dekorierte die Wände im gemütlichen vorderen Raum neu. Die Exponate, Bilder mit kaligraphischen Schriftzeichen, natur- und Menschenmotiven und chinesische Bücher in Laparello-Faltung, stammen aus den Sammlungen von Wei Qian und Peter Jochimsen. Einige Bilder sind zugunsten des Baumhausprojektes verkäuflich. Die chinesische Malerei, oft in Tusche ausgeführt, ist für die deutschen Betrachter oft sehr rätselhaft. Die chinesischen Künstler haben traditionell einen starken Bezug zur Natur. Gerne vermengen sie literarische Elemente, wie besondere Gedichte mit ihren Bildern oder Kalligraphien. Gerade die Buchstaben, oder besser Schriftzeichen haben eine hohe ästhetische Ausstrahlung. Die oft traditionellen Gedichte sind auch für heutige Chinesen nur mit Mühen oder gar nicht zu lesen. Die Bilder, und auch besonders die ausgestellten Plastiken haben vielfach Symbolgehalt und sollen ihren Besitzern Reichtum oder Glück sichern. Praktische alle Bilder sind mit Stempeln signiert. Dem Kundigen erschließt sich daraus der Urheber, die Region seiner Tätigkeit und die Zeit der Entstehung. Solche Stempel, die als kleine Plastiken gestaltet wurden, werden ab nächsten Sonnabend in der Ausstellung in der Galerie66 auf dem Baltic Sea International Campus zu sehen sein. Wer lieber europäische Bilder betrachten will, sei auf den hinteren Raum im Kaffeehaus Heldt verwiesen. Dort hängen einige Katzenbilder von Falko, darunter auch Werke, die erst dieses Jahr entstanden sind. Eine Fundgrube von selteneren Werken für die Freunde des Eckernförder Künstlers. (fst)



Posted by Picasa

Labels: ,

Sonntag, 8. Juni 2008

EZ: Treppenhausgalerie im Modehaus Mohr unter neuer Regie

Farbe und Licht
Treppenhausgalerie im Modehaus Mohr unter neuer Regie.
Eckernförde

Eine neue Ausstellung ist im Modehaus Mohr in der Kieler Str. 16 zu sehen. Rainer Rudzynski zeigt abstrakte Bilder voller Farben und Licht, die sich mit den christlichen Jahresfesten und Lichträumen beschäftigen. Der 1961 in Bochum geborene Künstler ist als Pädagoge in Hagen / Westfalen tätig. Seine lichtdurchfluteteten Bilder passen sich wunderbar in das markante Treppenhaus des Modehauses Mohr ein. Diese kleine Galerie, der Konzept Ausstellungen von lokalen Künstlern und aufstrebenden Künstlern einschließt ist mit Ausstellung in die Regie von Friedhelm Scholz übergegangen. Zwölf Jahre lang wurden die wechselnden Ausstellungen von dem bekannten Eckernförder Künstler und Galeristen Falko Windhaus betreut, der sich jetzt ganz auf die neue Galerie 66 im Baltic Sea International Campus konzentrieren wird. Friedhelm Scholz, der als Architekt, Maler und Plastizierer bisher tätig war. Scholz betreibt in Thumby die Galerie GangArt. Scholz will die Treppenhausgalerie im Sinne seines Vorgängers weiter führen. Die Werke von Rainer Rudzynski sind zu den bekannten Ladenöffnungszeiten im Modehaus Mohr in der Kieler Str. 16 für Jedermann zu sehen. (fst)




Posted by Picasa

Labels: ,

Sonntag, 4. Mai 2008

EZ: Wachwechsel und markante Ausstellung

Wachwechsel und markante Ausstellung
Eckernförde

Im Modehaus Mohr ist seit 12 Jahren eher unscheinbar und stille eine Galerie integriert. Seit 12 Jahre betreute der Maler Falko Windhaus diesen Kunstort und organisierte Ausstellungen mit bekannten und aufstrebenden Künstlern aus der Region. Jetzt präsentiert Falko mit einer Werkschau von Marc Burkert eine letzte Ausstellung als Galerist in der Kieler Strasse. Die Bilder des jugendlichen Künstlers aus Lübeck sind kein Schlusspunkt, sondern ein Übergang: Mit Friedhelm Scholz wurde ein Nachfolger gefunden der die Treppenhausgalerie mit dem selben Ansatz weiterführen möchte.

12 Jahre betreute Falko Windhaus die Galerie in der Innenstadt, deren Besonderheiten ins Augefallen: Eher unauffällig in das lichtdurchflutete Treppenhaus des Modehauses Mohr integriert, gab es keine Eröffnungen und kein Sekt. In einen vorgegebenen Reigen von Rahmen konnten Künstler ihre Werke präsentieren. Die von Falko gezeigten Werke waren sowohl von lokal bekannten Größen, aber auch von Newcomern und hochstrebenden jugendlichen Gestaltern. So stellten in der Treppenhausgalerie aus: Hannes Harrs, Holger Späth, Inge Zorn, Marianne Tralau, Werner Tippel, Michael Essig, Christian Köhn, Monika Breustedt, Paul Nennecke und viele andere. Falko Windhaus zieht sich als Galerist nicht in das Privatleben zurück, sondern hat mit der „Galerie 66“ auf dem Baltic Sea International Campus (BSIC) eine neue, größere Herausforderung übernommen, der er sich ganz widmen möchte.
Sein Nachfolger wird Friedhelm Scholz, der als Architekt, Maler und Plastizierer bisher tätig war. Scholz betreibt in Thumby die Galerie GangArt und will ganz in das bisherige Konzept der Treppenhausgalerie einsteigen: „Es sollen weiterhin regionale Künstler präsentiert werden, die besondere Aspekte ihres Werkes zeigen wollen und aufstrebende jüngere Menschen die das Potential ihres kreativen Schaffens der Öffentlichkeit vorführen möchten.“ Fasst Friedhelm Scholz das Konzept zusammen. Gerade für solche Bereiche ist der unaufdringliche Kunstort Treppenhausgalerie Mohr ideal und verfügt über eine umfassende Öffnungszeit.
Bereits zum 700jährigen Stadtjubiläum präsentierte der damals 20jährige eine Vielzahl von Fotografien in der Treppenhausgalerie. Diesmal sind außer einigen aussagestarken schwarz-weiß Fotografien hauptsächlich freie Werke in Mischtechnik zu erleben, in den farbliche Eindrücke mit scheinbarer Leichtigkeit beeindrucken. Dabei wird eine Collagetechnik verwendet die Acryl, Tempera, Farbstifte und Stempel vereint. Die diesmal ausgestellten Fotos des in Eckernförde aufgewachsenen Architekturstudenten entstanden in Nicka / Andalusien. Die Treppenhausgalerie im Modehaus Mohr in der Kieler Str. 16 ist jeweils zu den üblichen Geschäftszeiten zu besichtigen. (fst)






Posted by Picasa

Labels: ,

Freitag, 8. Februar 2008

EZ: Bunte Logbücher auf dem Wasser präsentiert

Bunte Logbücher auf dem Wasser präsentiert
Eckernförde

Logbücher sind eine Tradition in der christlichen Seefahrt. Getreulich werden die Daten der Reisen vermerkt und besondere Vorkommnisse festgehalten. Auf dem beliebten Eckernförder Ausflugsschiff „Seebad Borby“ konnten am Wochenende besondere Logbücher erlebt werden. In Zusammenarbeit mit dem Kapitän Heinz Paasch und dem Galeristen Falko Windhaus zeigte Gerhard Schmidt seine aquarellierten Reisebeschreibungen aus den neuen Bundesländern. Da es eine Sturmfahrt wurde, sind auch reichlich Bilder von verlängerten Landaufenthalten eingeflossen.
Gerhard Schmidt ist Segler aus Leidenschaft. Seine Segelabenteuer hält er in Logbüchern fest, wie es sich für einen Skipper gehört. Allerdings, die Logbücher des 1940 geborenen 17fachen Großvaters sind auch wunderbare Bilderbücher. Denn Gerhard Schmidt hält seine Eindrücke und Erlebnisse in zarten Aquarellen fest, die er an Board malt. Bis zu Windstärke acht lässt er sich den Pinsel nicht aus der Hand wehen und skizziert Leuchttürme, Schiffe und Häfen mit seinen feinen Strichen. Als Mitglied des Segelclubs Eckernförde, dem er bereits seit 40 Jahren angehört reichte er seine bunten Bücher ab 1980 ein. Anfänglich erntete er eher kritische Blicke, aber ab 1987 wurde er für seine originelle und sehenswerten Logbücher geehrt. Angefangen hatte es damit, dass seine Mutter etwas sauer war, wenn die Familie wegsegelte. Mit den besonderen Reiseberichten wurde die alte Dame schnell versöhnt und es stellte sich bei ihr eine kleine Sucht nach weiteren Abenteuerbeschreibungen ein.
Zu der Präsentation des Logbuches der letztjährigen sechswöchigen Reise auf der Seebad Borby spielte die Stoker Jazzband jazzig auf. „Fietje“ Schinkel erzählte mit schwungvollen Worten von einem Buchprojekt das er zusammen mit G. Schmidt realisieren wird. Eine erzählte Reisebeschreibung von Carl Friedrich Schinkel mit Bildern von „Schmidtie“ wie der beliebte malende Skipper allgemein genannt wird, soll demnächst als Buch erscheinen. Ein erstes Leseexemplar erntete bei dem vielen Besuchern der Ausstellungseröffnung nachhaltiges Interesse.
Die Ausstellung „See(h)stücke“ wird auch nach dem Wochenende präsentiert werden. Dann allerdings in der Treppenhausgalerie Mohr. Galerist Falko Windhaus läutet damit gleichzeitig seinen Abschied von diesem Kunstort ein. Zukünftig wird er anstatt der Treppenhausgalerie die „Galerie 66“ auf dem Baltic See International Campus (BSIC) betreuen. „Eine letzte Ausstellung plane ich noch in der Kieler Straße 16“. verrät Falko. Zum Abschied möchte er nochmals den jungen Eckernförder Künstler Marc Burkart mit neueren Werken zeigen. Vorerst sind die „See(h)stücke“ von G. Schmidt zu den üblichen Öffnungszeiten in der Treppenhausgalerie im Modehaus Mohr in der Kieler Straße 16 zu besichtigen. (fst)





Posted by Picasa

Labels: ,

Samstag, 27. Oktober 2007

EZ: Meisterfotos im richtigen Rahmen

Meisterfotos im richtigen Rahmen
Eckernförde 27.10.2007

Kunst mit Kunst zu verbinden ist ein gewagtes Unterfangen. Aber nicht Malerei und Gesang sollten im Kunsthaus Eckernförde zur einer Einheit zusammenklingen, sondern besondere Fotos mit dem richtigen Rahmen ihre Vollendung finden. Helmut Kluding fotografierte mit dem geschulten Blick des Naturwissenschaftlers Schleilandschaften. Farbe und Fläche kommunizieren in seinen Fotos und mit wissenschaftlicher Akribie gestaltete er Spannungsbögen zwischen abendlicher Dramatik, mittäglicher Entspannung am Rapsfeld und meditativer Ruhe, wie sie in Norddeutschland in besonderen Momenten am Wasser zu finden sind. Während seine Bilder gegenüber dem Betrachter für sich sprechen können, erzählt der Fotograf Kuding erst auch Nachfrage mit welch hohem technischem Aufwand er seine Naturerzählungen gestaltet. Meist mit einer digitalen Kamera (Nikon 200D) und auch am Computer arbeitet er. Auch ein analoges Umkehrbild ist unter dem Dutzend Bildern zu finden.
Ebenfalls digital und ebenfalls Nikon benutzt Frank Baesleler für seine Fotografien. Aktfotografie gilt schon immer als die Meisterklasse des Lichtbildes und Baeseler beweist spielend, das der Themenkreis noch nicht ausgereizt ist und das es eine Synthese aus der alten analoge Schule und modernster Photoshopbearbeitung gibt. Als Autor von Schulungsmaterial für Adobe weis er nicht nur theoretisch über die Funktionen des mächtigen Standardprogramms Bescheid, er versteht auch unauffällig uns stillsicher die digitalen Regel zu bedienen. Seine Akte die bei einer hohen erotischen Dichte jeglichen Sexismus vermissen lassen sind mit monochromatischen Korn gestaltet und als höchstwertige Pigment-Drucke großformatig realisiert. Durch diese Gestaltung wird der ästhetische Wohlklang des menschlichen Körpers perfekt herausgearbeitet. Frank Baeselers künstlerische Fotographien können in der Meisterklasse spielend bestehen.
Eine besondere Art der Vollendung strebt Uwe Svensson mit seiner zurückhaltenden Kunst an. Er gibt den Fotowerken den richtigen Rahmen. Nicht nur, weil er sie in seiner Galerie ausstellt, sondern weil er im wörtlichen Sinne perfekte Rahmen für jeder einzelne der Bilder erstellte. Dem aufmerksamen Betrachter dürfte es kaum entgehen, dass Bilder und Rahmen eine sehr unterschiedliche Sprache sprechen können. So wie ein wenig ansprechendes Werk richtig gerahmt immerhin freundlich wirken kann, wird ein Highlight der Kunst seine Vollendung erst mit der passenden Begrenzung finden. Uwe Svensson hat sich intensiv mit den ausgestellten Fotografieren auseinandergesetzt und für jedes der Bilder ganz individuell und teilweise mit beträchtlichen Aufwand den „richtigen“ Rahmen gefunden, wohl wissende, das das Richtige nur eine subjektive Entscheidung sein kann. Diese ist ihm gelungen. (fst)
Ausstellung „BodyLandArt“ im Kunsthaus Eckernförde (Gewerbegebiet Nord, Amselweg 3) mit Bildern von Frank Baeseler und Helmut Kluding in Rahmen von Uwe Svensson.





Posted by Picasa

Labels: ,

Freitag, 19. Oktober 2007

EZ: Kostproben ihres neuesn Musicals

Kostproben ihres neuesn Musicals „Showtime“
führte Claudia Piehl und ihre Hochmotivierte Mannschaft am Sonnabend in der Kieler Strasse auf. „Showtime“ ist eine witzige Mischung aus Musical, Comedy, Quiz, Spielen und Interviews. In bester Manier einer Fernsehsternstunde wird live mit viel Musik gnadenlos gute Unterhaltung geboten. Das bewährte Team mit Jes Jessen, und einem Dutzend Darstellern die teilweise bereits durch die Erfolgsmusicals „Fame“, "Linie 1", "Artikel Eins", „Melodys Ring“, „City of Angels“, „Die Weihnachtsmama“ und „Der kleine Horrorladen“ in Eckernförde glänzten, zeigt eine bunte Revue rund um Mikkel Mikkelsen. Jes Jessen spielt den freundlichen Dänen mit einem wundervollen Akzent, der mit seiner ansprechenden Assistentin Jacqueline die quirlige Show präsentiert. „Showtime“ wird am nächsten Wochenende live in der Eckernförde Stadthalle übertragen. Wer am 26. und 27 Oktober um 20 Uhr dabei sein will, bekommt noch Karten beim Ticketcenter der Eckernförder Zeitung in der Kieler Str. 31 oder unter der Hotline 0177 – 598 598 5. (fst) 21-10-2007







Posted by Picasa

Labels: ,